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Rehabilitation nach Verletzungen im Hochleistungssport. Empfehlungen für die physio- und trainingstherapeutische Praxis

Verletzungen stellen im Leistungssport einen massiven Einschnitt in einen langfristig geplanten Trainings- und Wettkampfprozess dar. Die Sportlerinnen und Sportler, die sie betreuenden Trainer und Ärzte, Physio- und Sporttherapeuten sind bemüht, durch effektive, auf den individuellen Gesundheits- und Leistungsstand abgestimmte therapeutische Maßnahmen eine schnellstmögliche Rückkehr zu leistungssportlichen Aktivitäten zu ermöglichen. Durch die Entwicklung der Sportmedizin und der Physiotherapie in den letzten Jahren konnten zunehmend Therapiekonzepte entwickelt werden, die diesem Ziel entsprechen. Diese Behandlungskonzepte sind indikationsbezogen, passen sich in ihrem Verlauf den Therapiefortschritten an und beziehen moderne Trainings- und Therapiegeräte ein. Im vorliegenden Buch wurden Erkenntnisse und Erfahrungen fünf führender Therapie- und Rehabilitationszentren Deutschlands (in Donaustauf, Offenbach, Düsseldorf, Nürnberg und Mannheim) zusammengetragen. Dabei ging es primär darum, neueste Entwicklungen im therapeutischen Bereich und Innovationen bei der apparativen Ausstattung für die Behandlung von Verletzungen im Hochleistungssport zu beschreiben. Die zentralen Themen waren dabei die Zuordnung einzelner Therapiekonzepte zu typischen Sportverletzungen, der Zeitpunkt des Einsatzes des jeweiligen Therapiekonzepts mit der Definition der aus ärztlicher und physiotherapeutischer Sicht möglichen Belastung sowie der Übergang vom Therapiekonzept zum regulären leistungssportlichen Training und Wettkampf. Grundlage der vorgestellten Therapieansätze im Rahmen einer "leistungssportspezifischen erweiterten ambulanten Physiotherapie" (L.EAP) waren detaillierte, präzise Aufzeichnungen zur Behandlung von nicht weniger als 1.000 Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern. Ausgehend von zehn Grundsätzen einer erfolgreichen Rehabilitation im Hochleistungssport, die vom sofortigen Beginn physiotherapeutischer Maßnahmen unmittelbar nach der Verletzung über die Erstellung eines ärztlichen und physiotherapeutischen Befunds und die Zielstellung sowohl der Wiederherstellung der verletzten Struktur als auch der Erhaltung des Trainingszustands bis zur Forderung nach einer sehr engen Zusammenarbeit zwischen behandelndem Arzt, Vereins- und Verbandstrainer mit den Physiotherapeuten, werden physiotherapeutische Elemente (wie sensomotorisches Training, osteopatische Techniken, Mobilisationstechniken, Schmerz- und Temperaturmanagement, Elektrotherapie, Verbände oder Massagen) und trainingstherapeutische Elemente (wie die rehabilitative Leistungsdiagnostik, trainingsvorbereitende Maßnahmen, Erhaltungs-, Aqua- und kardiovaskuläres Training, apparatives und sportartspezifisches Training) eingehend vorgestellt und in der Hinführung zu praktischen Behandlungskonzepten für 14 ausgewählte, typische Sportverletzungen nochmals mit Therapieinhalten untersetzt. Daran schließen sich Therapieempfehlungen für 2-32 Wochen für folgende Verletzungsbilder an: - Bone Bruise (8 Wochen) - Muskelverhärtung (2 Wochen) - Muskelzerrung (2 Wochen) - Muskelkontusion (3 Wochen) - Muskelfaserriss (5 Wochen) - Innenbandruptur Kniegelenk - konservativ (7 Wochen) - vorderer Kreuzbandersatz - operativ (32 Wochen) - Innenmeniskus - konservativ (6 Wochen) - Innenmeniskus - operativ (6 Wochen) - Unterschenkelfraktur - operativ (11 Wochen) - Außenbandruptur Sprunggelenk - konservativ (4 Wochen) - Sprunggelenkfraktur Typ Weber C - operativ (16 Wochen) - Syndesmosenteilruptur - konservativ (8 Wochen) - Syndesmosenruptur - operativ (13 Wochen).
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Stuttgart Gentner 2010
Ausgabe:Stuttgart: Gentner Verlag, 2010.- 101 S.
Seiten:101
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch