2013

Sportrecht - Eine Begriffserläuterung

Die "Verrechtlichung" einer zunehmenden Zahl von Teilbereichen des Sports, beginnend mit dem internationalen Hochleistungssport, hat einen zunehmenden Bedarf nach einer terminologischen und definitorischen Klärung von Begriffen hervorgerufen. Dies betrifft sowohl das nationale und internationale Sportrecht selbst, aber auch in den wissenschaftlichen Anliegerbereichen Sportökonomie oder Sportmanagement ist ein ebensolcher Bedarf zu konstatieren. Und die Sportpolitik wie auch der Sportjournalismus sind natürlich auch darauf angewiesen, dass diese Klärung des Inhalts und des sich daraus ergebenden Verständnisses im praktischen Umgang mit den verschiedenen Termini stattgefunden hat, um korrekt entscheiden bzw. korrekt berichten zu können. Dass dies nicht immer und nicht bei allen Repräsentanten der Wissenschaft und Praxis in gleichem Maße anzutreffen ist, kann an der missverständlichen Nutzung von Begriffen nachvollzogen werden. Die dynamische Entwicklung des nationalen und internationalen Sportrechts führt außerdem in einem kontinuierlichen Prozess zu Weiterentwicklungen, die sich zum Beispiel in neuen Gerichtsurteilen und/oder Forschungsergebnissen, aber auch in neuen staatlichen Gesetzen oder Regelungen von nationalen und internationalen Sportorganisationen niederschlagen. Insgesamt kann eine zunehmende Komplexität der Disziplin konstatiert werden. Im vorliegenden Band haben die Autoren Urs Scherrer, Kai Ludwig, Remus Muresan und Martin Kaiser einen aktuellen Sach- und Meinungsstand zum Sportrecht zusammengetragen. Dazu wurden eine Vielzahl von grundlegenden Dokumenten recherchiert und analysiert. Im Ergebnis wurden mehr als 550 Begriffe beschrieben. Diese reichen von der A-Probe und dem Amateursportler, der Amateurklausel und dem Bosman-Urteil, der Corporate Governance und dem Deutschen Sportschiedsgericht, über die Doppelbestrafung und die Erstverwertung, die Freizügigkeit im Sport und den Gesamtarbeitsvertrag, die Hooligan-Gesetzgebung und die Insolvenz, das Kartellrecht und das Kurzberichterstattungsrecht, den Markenschutz und das Nachverwertungsrecht, die Olympischen Ringe und den Regelverstoß, bis zum Schmiergeld und dem Simutenkov-Urteil, der Spielergewerkschaft und der Sportstrafe, dem Transferrecht und dem Videobeweis, dem WADA-Code und der Zentralvermarktung. Jeder der Terme wird inhaltlich in seiner Entstehung, aktuellen Diskussion und dem aktuellen rechtlichen Sachstand "durchleuchtet". Angesichts der Komplexität und inneren Verflechtungen der verschiedenen Teilbereiche gibt es eine Vielzahl von Querverweisen, um zum jeweiligen Begriff ergänzende bzw. erweiternde Informationen bereitzustellen. Gleiches gilt auch für viele Literaturverweise. In diesem inhaltlich sehr interessanten und gut abgesicherten Sportrechts-Wörterbuch können verschiedene Zielgruppen, vom Sportrechtler über den Vereins- bzw. Verbandsfunktionär bis hin zum Sportler oder Sportjournalisten umfangreiche (und auch spannende) Informationen erlangen, um sich sachlich auf der Grundlage gesicherten Wissens mit den Themen des Sportrechts auseinandersetzen zu können.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Sportgeschichte und Sportpolitik Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Zürich Orell Füssli 2010
Ausgabe:Zürich: Orell Füssli, 2., vollständig überarb. und erw. Aufl., 2010.- 336 S.
Seiten:336
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel