Handbuch Sportrecht
Ein Blick in die aktuelle Tagespresse oder in die elektronischen Medien verdeutlicht die in den letzten Jahren sprunghaft zugenommenen Beziehungen zwischen Sport und Recht. Insbesondere im professionalisierten (und kommerzialisierten) Hochleistungssport gibt es eine Vielzahl für die Existenz und die Entwicklung von Vereinen, Verbänden, Organisationen, aber auch für Sportler und Trainer wichtige Rechtsthemen. Insofern ist die schönste Nebensache der Welt zu einem Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens geworden, der sich auch mit den dort geltenden rechtlichen Rahmen und Regelungen arrangieren muss. Hier sind Rechte und Pflichten, Verantwortlichkeiten, Leistung und Gegenleistung, Möglichkeiten und Grenzen der Sportentwicklung sowohl innerhalb des freiwilligen Sports selbst, aber auch durch den Nationalstaat und in den letzten Jahren auch zunehmend durch internationale Rechtsgremien (zum Beispiel innerhalb der Europäischen Union, aber auch durch die UNO) zu definieren, deren Einhaltung zu überprüfen und gegebenenfalls Sanktionen auszusprechen. Die Rolle des Staates ist dabei sowohl die des Hauptförderers als auch des Hauptbeschützer des Sports. Beispiele aus jüngster Vergangenheit mit Betrug von Sportlern, Trainern und Ärzten durch Dopingmissbrauch, aber auch von Sportlern und Schiedsrichtern durch Ergebnismanipulationen sind leider schon zu einer Art "Alltagserscheinung" geworden, mit der sich der Sport und der Staat regelmäßig auseinandersetzen muss. Aber auch die Gewalt in den Sportstätten und in deren unmittelbarem Umfeld fordert den Staat in engem Zusammentun mit den freiwilligen Sportorganisationen. Ein weiteres Feld der zunehmend enger werdenden rechtlichen Verknüpfung sind die Verfahren, um die Lizenz zur Teilnahme am Wettkampfbetrieb in einer Sportart und Liga zu erhalten, die an rechtliche und wirtschaftliche Bedingungen geknüpft sind, und deren Einhaltung gilt es auch über das gesamte Wettkampfjahr zu prüfen - was immer wieder dazu führt, dass Steuerdelikte zutage treten, Insolvenzverfahren eröffnet werden müssen und Ergebnisse dieser Vereine aus Ergebnistabellen gelöscht werden müssen.
Für all diese und eine Vielzahl weiterer Themen gibt es sportrelevante Rechtsnormen des deutschen und europäischen Rechts. Der vorliegende Sammelband stellt diesen wichtigen Querschnittsbereich zwischen Sport- und Rechtswissenschaften erstmals umfassend und systematisch dar. Er gliedert sich in die praxisrelevanten Rechtsgebiete des Staats- und Europarechts, des Wettbewerbsrechts, des Vereins- und Verbandsrechts, des Haftungsrechts, des Arbeitsrechts, des Steuerrechts, des Medienrechts sowie des Strafrechts. Die Einzeldarstellungen sind verständlich geschrieben und folgen einem bewährten didaktischen Konzept, in dem zentrale Rechtsfragen anhand von Beispielsfällen aufgeworfen und im Gesamtkontext des jeweiligen Rechtsgebiets beantwortet werden. Für den Leser ist dieses Vorgehen von doppeltem Vorteil: Zum Ersten erhält er einen Gesamtüberblick über das jeweilige Rechtsgebiet; und zum Zweiten werden konkrete Fragestellungen präzise und verständlich beantwortet.
A Staats- und Europarecht (M. Nolte)
B Wettbewerbsrecht (P. W. Heermann)
C Vereins- und Verbandsrecht (M. Schimke & G. Eilers)
D Haftungsrecht (K. Vieweg)
E Arbeitsrecht (J. Horst & S. Persch)
F Steuerrecht (M. Strahl)
G Medienrecht (S. Reutershan)
H Strafrecht (G. Wolters & M. Schmitz)
© Copyright 2009 Veröffentlicht von Hofmann Verlag. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Theorie und gesellschaftliche Grundlagen |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Schorndorf
Hofmann Verlag
2009
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| Ausgabe: | Schorndorf: Hofmann, 2009. - 291 S. |
| Schriftenreihe: | Beiträge zur Lehre und Forschung im Sport, 169 |
| Seiten: | 291 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |