Deutscher Motorik-Test 6-18 (DMT 6-18)

Hinweise auf negative Entwicklungen der motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendliche hat es in den zurück liegenden Jahren sowohl aus der Sportpraxis als auch der Sportwissenschaft in regelmäßiger Folge gegeben. Nicht selten fußten diese auf Untersuchungen, bei denen motorische Tests im schulischen oder Vereinsumfeld durchgeführt wurden. Dafür standen unterschiedliche Testbatterien zur Verfügung, im vorliegenden Buch werden davon allein acht kurz vorgestellt. Die Autoren gehen davon aus, dass im nationalen sowie internationalen Raum nicht weniger als ca. 100 verschiedene Testbatterien beschrieben und eingesetzt werden. Damit war bisher eine Vergleichbarkeit der mit den unterschiedlichen Testbatterien erzielten Ergebnisse zum aktuellen Leistungsstand sowie zu Leistungsveränderungen nicht oder nur sehr eingeschränkt gegeben. Der von der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) eingesetzte ad-hoc-Ausschuss "Motorische Tests für Kinder und Jugendliche" stellte sich deshalb u. a. das Ziel, einen auf einem breiten Expertenkonsens beruhenden und durch die Kultusministerkonferenz bestätigten Test zur bundesweiten Messung und Bewertung motorischer Fähigkeiten von 6-18jährigen Kindern zu entwickeln. Die damit gewonnenen Ergebnisse sind vergleichbar und können zur politischen Entscheidungsfindung genutzt werden. Die vorgestellte Testbatterie beruht wesentlich auf dem von Bös (2002) entwickelten Motorik-Modul und erweitert dieses. Dabei wird grundsätzlich ein fähigkeitsorientierter Ansatz (Beweglichkeit, Koordination, Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer) verfolgt. Der Test wurde so entwickelt, dass er einfach und ohne große Messapparaturen durchführbar ist, dass er von Kindern und Jugendlichen in seinen motorischen Einzelaufgaben schnell zu erfassen ist und von diesen akzeptiert wird. Letztlich war wichtig, dass die Testaufgaben alle Gütekriterien wie Objektivität, Validität, Reliabilität und Normierbarkeit erfüllen. Die Testbatterie besteht aus folgenden Teilaufgaben: -20-m-Sprint - Balancieren rückwärts - seitliches Hin- und Herspringen - Rumpfbeuge - Liegestütz - Sit-ups - Standweitsprung - Sechs-Minuten-Lauf. Für alle Teilaufgaben wurden Normwerttabellen entwickelt, mit denen die Auswertung problemlos und zeitlich ohne großen Aufwand erfolgen kann. Im vorliegenden Buch liefert die Expertengruppe auch bereits Interpretationen der Einzel- und Gesamtergebnisse des motorischen Tests.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Hamburg Czwalina 2009
Ausgabe:Hamburg: Czwalina, 2009. - 115 S.
Schriftenreihe:Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 186
Seiten:115
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch