Core Strength

(Körperkernkraft)

"Core Strenght" hat sich in den letzten Jahren zu einem sehr wichtigen trainingsmethodischen Thema in einer zunehmenden Zahl von Sportarten entwickelt. Mit Paul Collins stellt einer der profiliertesten Fitnesstrainer Australiens sein Konzept vor, das entscheidend darauf abzielt, die Muskeln wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, in dem ein synergistischer Energiefluss durch den Körper" erzeugt wird. Die dafür ausgewählten bzw. entwickelten Übungen können mit nur wenigen Ausnahmen ohne besondere Trainingsgeräte ausgeführt werden. Das eigene Körpergewicht, ein Pezziball, ein Theraband oder eine Bank reichen in den meisten Fällen aus, um die Trainingsübungen durchzuführen. Hinsichtlich der anzusprechenden Muskelgruppen für das Ziel einer verbesserten Core Stability unterscheidet der Autor zwischen 1. den Muskeln, die den Oberkörper stabilisieren, 2. den Muskeln, die das Schulterblatt in geeigneter Position halten, 3. den Muskeln, die das Becken, die Beine und die Gesäßregion stabilisieren sowie den Bachmuskeln. Um die funktionale Gelenkstabilität zu sichern, geht es darum, Positionsveränderungen der Gelenke zu vermeiden und die Bewegungsfähigkeiten der Gelenkregionen des Körpers zu verbessern. Dies sind sehr komplexe Aufgaben, erfordern sie doch die Entwicklung eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren wie die motorische Koordination, die Bewegungsmechanik, die Gelenkstabilität, der Bewegungsumfang, die Muskelkraft oder die Bearbeitung eventueller muskulärer Dysbalancen. Die Schwierigkeiten werden auch nicht dadurch geringer, dass die Aufgabe darin besteht, für jeden einzelnen Trainierenden die geeigneten bzw. dem Leistungszustand entsprechenden Übungen zu ermitteln und daraus geeignete Trainingsprogramme zusammenzustellen. Von grundlegender Bedeutung für die Konzeptentwicklung des "Core Muscle"-Trainings sind für den Autor eine korrekte Positionierung der Wirbelsäule während aller Übungen und die Entwicklung eines Bewusstseins zu deren Bedeutung, die Entwicklung und Ausführung einer sehr guten Atemtechnik während des Trainings sowie die Gewährleistung geeigneter Körperpositionen während der Übungen durch Selbstbeobachtung. Die Beachtung dieser Aspekte ist von übergreifender Bedeutung in Collins' Trainingskonzept, und sie werden folglich immer wieder verdeutlicht, wenn einzelne Übungen oder Übungsfolgen vorgestellt werden. Diese insgesamt 89 Übungen sind inhaltlich in zwei Grundrichtungen entwickelt worden: 1. Übungen für Muskeln unterschiedlicher Körperregionen (Bauch- und Lendnebereich, Bein- und Hüftmuskeln, Rücken- und Armmuskeln, Brust- und Armmuskeln, Schulter und Rotationsmanschette), 2. Übungen für ausgewählte Sportarten (Lauf, Rückschlagspiele, Ballsportarten, Gleichgewichtssportarten, Schwimmen, Golf) sowie spezielle Übungen für Kinder oder Frauen nach der Geburt von Kindern. Jede der 89 Übungen wird in ihrer Bewegungsausführung beschrieben. Fotografien illustrieren entscheidende Phasen bzw. Eckpunkte und erleichtern das Verständnis vom angestrebten Bewegungsablauf. Für die Übungen werden auch Bewegungsvarianten ergänzt, die Abwechslung in den Trainingsalltag bringen können. Ein abschließendes Kapitel befasst sich kurz und knapp mit Leistungstests der "Core"-Muskeln
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Maidenhead Meyer & Meyer Sport (UK) Ltd. 2009
Ausgabe:Maidenhead: Meyer & Meyer Sport (UK) Ltd., 2009. - 197 S.
Online-Zugang:https://www.amazon.de/s?k=Core%20Strength%20collins
Seiten:197
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel