Einführung in die Soziologie des Sports

Die Soziologie des Sports konnte sich in den zurückliegenden Jahrzehnten als anerkannte, eigenständige Disziplin der Sportwissenschaft als auch der Soziologie etablieren. Sie verfügt inzwischen über ein umfangreiches, theoretisch fundiertes und empirisch belegtes Wissen. Dieses Wissen, das sich mit den zentralen Frage nach den sozialen Triebfedern für das Engagement Einzelner oder von Gruppen im Sport sowie für die aktive Beteiligung an Übung, Training oder Wettkampf befasst, wird im vorliegenden Band systematisiert und wissenschaftlich fundiert dargeboten. Dabei betont der Autor jedoch, dass es ihm nicht darum gegangen ist, in der 5., überarbeiteten und aktualisierten Auflage, all die neuen Forschungsergebnisse, Erkenntnisse und theoretischen Entwürfe zu verarbeiten, die in den zurück liegenden zehn Jahren publiziert worden sind. Dies erscheint durch die Angebotsvielfalt der Untersuchungen und Deutungsentwürfe, die zudem nicht immer dem unabdingbaren sportsoziologischen Grundlagenwissen zuzuordnen sind, nicht möglich und für eine Einführung in die Soziologie des Sports auch nicht zwingend erforderlich. Er stellt damit in erster Linie ein Lehrbuch für die universitäre Ausbildung von Sportstudierenden vor, bietet aber auch den in der Sportpraxis Tätigen eine Vielzahl interessanter Einsichten zum Innenleben des Sports. Im Vergleich zu der 1998 vorgelegten Auflage wird eine zunehmende Ausdifferenzierung der Themen deutlich, die alle Teilbereiche umfasst. Das wird bereits in einem der ersten Kapitel deutlich, dem zur "eigentümlichen Welt des Sports", in dem der Sport als soziales Konstrukt beschrieben wird, Modelle des Sports vorgestellt und die Raum-Zeit-Konstruktion oder das Regelwerk als "Eigentümlichkeit des sportlichen Geschehens thematisiert und in Beziehung zu den im einem sportlichen Wettstreit verfolgten Zielen gesetzt wird. Weitere zentrale Kapitel befassen sich mit den theoretischen und begrifflichen Grundlagen der Sportsoziologie wie dem Körper als sozialem, für den Sport zentralem Gebilde sowie mit den institutionellen Strukturen des Sports in Deutschland. Im Rahmen dieser Erörterung werden Probleme der sozialen Rollen und Konflikte im Sport angesprochen wie auch der Machtverteilung und Machtausübung in diesen Strukturen. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den sozialen Prozessen der Sozialisation, sozialen Mobilität, sozialen Integration oder dem abweichenden Verhalten im Sport. Dazu wurden neue Erkenntnisse aufgenommen, die sich mit diesen zentralen Fragen befassen und in einem engen Zusammenhang mit den in diesen Prozessen wirkenden Sozialfiguren Sportler, Zuschauer, ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter, Trainer und Übungsleiter betrachtet, deren Aufgaben, Wirkungsmöglichkeiten und Problemsituationen im darauf folgenden Kapitel diskutiert werden. Der inhaltliche Kreis wird im abschließenden Kapitel "Sport und Gesellschaft" geschlossen, in dem übergreifende gesellschaftspolitische Wirkungen und Austauschbeziehungen des Sports und der Gesellschaft vorgestellt werden. In einer inhaltlichen Zusammenfassung beantwortet der Autor abschließend die Frage nach den Leistungen und Funktionen einer Soziologie des Sports.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Schorndorf Hofmann Verlag 2007
Ausgabe:5. überarb. und aktual. Aufl.
Schriftenreihe:Sport und Sportunterricht, 1
Seiten:368
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch