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Ski-Lehrplan Praxis

Jedes Jahr zieht es mit dem Beginn des Winters Tausende wieder in die Skigebiete des In- und Auslands. Auf den Pisten tummeln sich dann die alpinen Skiläufer und Snowboarder, aber auch das Telemarkfahren hat seine Anhänger und es gibt inzwischen nicht wenige Orte, die Pipes für die Freestyle-Anhänger anbieten. Bei all der Vielfalt der Stile gibt es aber weiterhin eine Reihe von Grundtechniken, die Skiläufer beherrschen müssen, unabhängig von der Stilart, der sie den Vorzug geben. An dieser Stelle setzt der Lehrplan des Deutschen Verbandes für das Skilehrwesen an und bietet sowohl didaktisch-methodisches Grundlagenwissen für die Altergruppen der Kinder und Jugendlichen. Durch die Formulierung von Lernzielen wie die Vermittlung erster Bewegungserfahrungen auf Ski oder die Beherrschung des Fahrens bergab bis hin zur Erlernung des Kurven- oder Parallelfahrens wird der direkte Praxisbezug hergestellt. Die Mitglieder des Verbandes haben hier ihre langjährigen Erfahrungen bei der Durchführung von Skikursen und Skischulen eingebracht wie auch ihr sportpraktisches Wissen. Dadurch sind sehr praxisnahe Ausbildungsprogramme entstanden, auf die sowohl die Übenden selbst als auch Sport- oder Skilehrer zurückgreifen können. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Lehrplan den Kindern. Die Andersartigkeit der Belastbarkeit und des Lernens von Kindern macht das notwendig, bietet aber auch eine Reihe von Möglichkeiten, die nur für Kinder typisch sind. Dazu müssen die Lehrer und Trainer aber das richtige Maß an Forderung und Förderung erkennen und umsetzen, müssen ein sinnvolles Wechselspiel von Belastung und Erholung für Kinder organisieren wie sie sich auch in die geistige und Gefühlswelt der Kinder hineindenken sollen, um sie zu verstehen und gemeinsam mit ihnen die Übungsstunden zu planen und zu gestalten. Dazu bietet der Lehrplan eine Vielzahl von Anregungen, die auf eigenem Erleben der Skilehrer basieren und die Lösungsmöglichkeiten offerieren, um individuelle wie oftmals auftretende Fragen und Probleme zu lösen. Hier sei insbesondere auf die Ideen für Skispiele im Schnee verwiesen, die dem Leser vorgestellt werden. In vergleichbarer, spezifischer Weise gilt es auch, sich der Zielgruppe der Jugendlichen zu nähern und mit ihr zu arbeiten. Hier steht oftmals der Erlebnis- und Funcharakter von Skiaktivitäten im Vordergrund, aber auch das jugendliche Bestreben akzeptiert, als Partner anerkannt zu werden. Dementsprechend sollten die Jugendlichen mehr Verantwortung für sich selbst beim Training übernehmen und mehr Freiräume für Kreativität erhalten. Diese grundlegenden Vorstellungen bilden dann die Grundlage für die Gestaltung von sportlichen Trainingsprogrammen, die im Lehrplan selbstverständlich in ihrer Differenzierung nach Gelände- und Schneeverhältnissen auch zu finden sind. Die vorgestellten Kurs- und Trainingsprogramme wurden bewusst so gestaltet, dass sie unkompliziert in Trainingsgruppen eingesetzt werden können - entweder ohne Modifizierungen, oder aber durch geringfügige Anpassungen an das individuelle Leistungsniveau der Kinder und Jugendlichen. Dazu wurden sowohl für den alpinen Skisport, aber auch für Freeride und Freestyle (in der Pipe) Programme ausgearbeitet, die wie eine Initialzündung für weiteres Üben wirken können.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft technische Sportarten
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München BLV 2006
Seiten:126
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel