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Manuelle Muskelfunktionsdiagnostik

Vladimir Jandas Buch zur manuellen Muskelfunktionsdiagnostik hat sich seit seinem erstmaligen Erscheinen 1959 zum Standardwerk des Fachgebiets entwickelt. In den nunmehr vier Auflagen widerspiegelt sich auch die Entwicklung des medizinischen Wissens in der Diagnose von Muskelfunktionsstörungen. Und so zeichnet sich die jetzt vorliegende vierte Auflage auch wiederum dadurch aus, dass neue Erkenntnisse und Erfahrungen Aufnahme gefunden haben und sachkundig vorgestellt werden. Erweiterungen hat der Autor insbesondere bei der gezielten Untersuchung spezifischer Bewegungsabläufe (motorischer Stereotypen) an Rumpf, Hüfte und Schulter, von Übersichtsuntersuchungen des Stehens sowie im Kapitel Hypermobilität vorgenommen. Damit liegt zu den Themen - Muskelfunktionstests - visuelle Analyse des Stehens - Untersuchungen der am häufigsten verkürzten Muskelgruppen - Untersuchungen der wichtigsten Bewegungsstereotype sowie - Hypermobilität eine umfassende Darstellung zur Funktionsprüfung der Kraftentwicklung, der Prüfung der Dehnbarkeit sowie der gestuften Prüfung der konstitutionellen Beweglichkeit vor. Auch wenn dieses Buch sich nicht ausschließlich auf den Bereich der Sport bezogenen muskulären Funktionsprüfung bezieht, so hat es doch in allen Teilbereichen des Sports eine besondere Bedeutung. Störungen der muskulären Funktion beeinflussen die Erbringung sportlicher Leistungen im Training und Wettkampf, wie auch im Fitnessstudio oder im Schulsport entscheidend. Um schnell und kompetent Ursachen zu erkennen, sie fachkundig diagnostizieren und therapeutische Maßnahmen einleiten zu können, dabei gleichzeitig auch perspektivisch mögliche, nachhaltige präventive Maßnahmen zu denken, bedarf es eines profunden medizinischen Fachwissens und der Nutzung der Erfahrungen von (Sport)Mediziner, (Sport- und Physio)Therapeuten. Janda bietet mit seinem Buch eine außerordentlich detaillierte Darstellung der Möglichkeiten von Funktionstests, die sehr spezifisch für die einzelnen Gelenke und Muskeln ausgearbeitet sind. Gleiches gilt für die Untersuchung konstitutionellen Hyper- und Hypomobilität, um Funktionseinschränkungen festzustellen, wobei hier nicht per se Muskelstörungen als alleinige Ursache anzunehmen sind. Hier gilt das Hauptaugenmerk der Ermittlung der Belastbarkeit sowie des Zusammenspiels von konstitutioneller Beweglichkeit und koordinierter Muskelsteuerung. Der dazu entwickelte, auf verschiedene Körperregionen abstufbare, Mobilitätstest lässt differenzierte Aussagen zu, mit denen notwendige therapeutische Schritte sehr gut vorbereitet werden können.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München Urban & Fischer 2000
Ausgabe:4., überarb. und erw. Aufl.
Seiten:319 S.
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch