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Target-directed running in gymnastics: A preliminary exploration of vaulting

(Zielgerichtetes Laufen im Turnen: Eine Voruntersuchung zum Pferdsprung)

Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen haben die Bedeutung der Anlaufgeschwindigkeit und eines exakten Absprungs für die Leistung beim Pferdsprung gezeigt. Im Training gilt es, einen stereotypen Ablauf der letzten 15-25 m bis zum Brett herauszubilden, was voraussetzt, dass ein schneller und zuverlässiger Anlauf bestens ohne visuelles Feedback kontrolliert wird. Es geschieht häufig und auch im internationalen Turnen, dass Turner Fehler im Anlauf machen und auf dem Rücken auf dem Brett landen. In diesen ersten Untersuchungen zum Pferdsprung im Turnen wurde die Methode der Standardabweichung zur Identifikation der visuellen Regulation bei Anläufen im Weitsprung verwendet, um zu untersuchen, ob ein visueller Regulationsprozess stattfindet. Zum Zweiten wurde der Frage nachgegangen, wie eine kleine Zahl von Turnern im Anlauf schnell laufen und schwierigere Sprünge ausführen kann. Fünf Turner aus dem Elitebereich (13-15 Jahre) absolvierten fünf Anlaufversuche. Mittels Videotechnik wurden die Anlauf- und Sprungcharakteristika aller Versuche ermittelt. Zwei qualifizierte Kampfrichter bewerteten die Sprünge. Ergebnis: Eine Voraussetzung für einen schnellen Absprung vom Brett ist es, vorher eine Vision zu haben, um die Anlaufkinematik steuern zu können. Eine hohe Absprunggeschwindigkeit stand in direkter Relation zur Bewertung (Punktwert) der Kampfrichter. Schlussfolgerung: Die Trainer müssen in das Sprungtraining der Turner Übungen zur Verbesserung der visuellen Regulationsfähigkeit ihrer Schrittstruktur beim Anlauf (ihres Anlaufmusters) einbauen.
© Copyright 2004 Sports Biomechanics. Routledge. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:technische Sportarten
Veröffentlicht in:Sports Biomechanics
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Edinburgh 2004
Jahrgang:3
Heft:1
Seiten:125-144
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel