Analysis of the double back salto dismount from the parallel bars
(Analyse des Abgangs vom Barren als Doppelsalto rückwärts)
Insgesamt wurden 29 Übungen während der kanadischen Turnmeisterschaften 1995 analysiert. Die Schwung- und die Absprungphase begannen mit einer Auftaktbewegung aus dem Handstand. Die vertikale Geschwindigkeit beim Absprung besaß eine signifikante Korrelation zu den insgesamt vergebenen Wertungspunkten (r=.39, p<.05). Der Absprungwinkel variierte zwischen 67.2° und 89.9°, obwohl keine statistische Signifikanz festgestellt werden konnte. Es wurde aber eine Dominanz einer vertikalen Absprungbahn des Körperschwerpunkts festgestellt. Statisch wurde festgestellt, daß die durch die Kampfrichter vergebenen Punkte höher waren je größer die Schulterstreckung und je höher die Hüfte im Augenblick des Absprungs waren. Der durchschnittliche Absprung-Drehimpuls betrug 50.6 kg x m2/s. Im Durchschnitt erreichte der Drehimpuls sein Maximum bei einem Körperwinkel zur Vertikalen von 24.1°, vor dem Tiefpunkt der Schwungphase. es wurde eine positive Korrelation zwischen der Flugzeit und den für den Abgang vergebenen Wertungspunkten ermittelt. Für die Winkelgeschwindigkeit des Turners bei der Rotation während des Abgangs ist entscheidend, wie eng er die Hocke turnt. Der Hüftwinkel hatte eine signifikante Bedeutung für die Bewertung der Landung (r=.39) und für den Gesamtpunktwert (r=.46) bei einem Signifikanzniveau von .05 bzw. .02. Je enger die Hocke geturnt wird und die früher der Kickout ausgeführt wird, desto kontrollierter war die Landung und desto höher war der Punktwert. Es wurde festgestellt, daß der Erfolg dann am größten war, wenn der Turner eine schnellere und vollständige Hüftstreckung während des Kickout als Vorbereitung zur Landung vornahm. Das führte zu einer signifikant verbessertern Landeposition. Dies, in Verbindung mit einem kontrollierten Absenken durch eine Kniebeugung, im gegensatz zu einer zu erst erfolgten Hüftbeugung, minimierte die Punktverluste bzw. -abzüge. Die Landephase wurde definiert als die zeit zwischen dem ersten Bodenkontakt bis zu der Position, in der der Körperschwerpunkt am niedrigsten war. Beim Bodenkontakt war der erreichte Punktwert desto kleiner je größer die Körperneigung war, bzw. je stärker die Hüften bei der Landung gestreckt waren, desto höher war der erreichte Punktwert. Beim Vergleich des Kniewinkels mit der Hüftwinkelbiegung am niedrigsten Landepunkt bedeutete das durchschnittliche Verhältnis des Neigungswinkels bei der Landung (Knie/Hüftwinkel) von 1.76, daß es eine größere Hüftneigung gab oder im Durchscnitt eine stärkere Nutzung der Hüftbeugung für die Reduzierung des Landemoments. Hier wurde allerdings eine negative Korrelation zu den Punktwerten der Kampfrichter festgestellt (r=-.42, p<.05). Das läßt den Schluß zu, daß, je kleiner das Verhätlnis oder je größer die Kniebeugung während der Landung, desto geringer die Punktabzüge während der Landephase. Ein höherer Wert für die Landung kann insgesamt dadurch erreicht werden, daß die Hüftstreckung innerhalb eines größeren BewegungsBewegungsumfangs während einegsetzt wird, und nicht versucht wird, die Landung durch eine Hüftbeugung zu kontrollieren.
© Copyright 1997 XVIth ISB Tokyo Congress, August 25 - 29, 1997. Book of Abstracts. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik technische Sportarten |
| Veröffentlicht in: | XVIth ISB Tokyo Congress, August 25 - 29, 1997. Book of Abstracts |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1997
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| Ausgabe: | Tokyo: ISB (Hrsg.), 1997. - S. 276: 2 Lit. |
| Dokumentenarten: | Kongressband, Tagungsbericht |
| Level: | hoch mittel |