Zusammenhang von Herzvolumen und Ausdauerleistungsfähigkeit

Sport wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und geht mit einer erhöhten Lebenserwartung einher, das ist unumstritten [1-3]. Aber wie genau reagiert unser Herz auf regelmäßigen Ausdauersport? Durch regelmäßiges aerobes Training kommt es sowohl zu regulativen als auch zu strukturellen Anpassungen, deren Ausmaß individuell sehr unterschiedlich sein kann und einem genetischen Einfluss unterliegt [4]. Bereits nach einigen Wochen regelmäßigen Ausdauersports zeigt sich eine funktionelle Adaptation: die Herzfrequenz sinkt, wodurch eine bessere Füllung des Herzens ermöglicht wird und das enddiastolische Volumen steigt [4]. In Zusammenhang mit einer gesteigerten Compliance und der Abnahme des peripheren Widerstandes steigt das Schlagvolumen. Das Zusammenspiel von verringerter Herzfrequenz und erhöhtem Schlagvolumen ökonomisiert die Arbeit des Herzens, es kommt zu einem erhöhten maximalen Herzzeitvolumen [3] und damit zu einer gesteigerten maximalen Sauerstoffaufnahme. Ein signifikanter Zusammenhang zwischen Herzvolumen (HV) und maximaler Sauerstoffaufnahme (VO2max) wurde bereits sowohl bei Athleten und Jugendlichen als auch bei Normalpersonen, die nicht regelmäßig trainieren, nachgewiesen [5]. Die maximale Sauerstoffaufnahme kann unter anderem durch die beschriebenen Anpassungen des Herzens unter Belastung bei hochtrainierten Ausdauersportlern bis auf das 20-fache gesteigert werden, während bei Untrainierten nur eine Steigerung auf das bis zu 12-fache möglich ist [3]
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Biowissenschaften und Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Tübingen Eberhard Karls Universität 2023
Online-Zugang:https://bibliographie.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/148480/diss_Marckmann_%20Herzvolumen_und_Ausdauerleistungsf%84higkeit.pdf?sequence=1
Seiten:82
Dokumentenarten:Dissertation
Level:hoch