Messplatztraining und dyadisches Üben
Zusammenfassung
Messplatztraining im Leistungssport ist ein wichtiger Teil im Trainingsprozess für den Erwerb und die Optimierung sportlicher Bewegungstechniken. Das Training an den Messplätzen ist jedoch eine kostenintensive Prozedur, da es den zeitgleichen Einsatz von Sportler*innen, Sportwissenschaftler*innen und Trainer*inen erfordert. Zudem ist die Entwicklung von Messplätzen sehr teuer.
Ein Trainingsformat, das die Anforderungen an Wissenschaftler*innen, Trainer*innen und Athlet*innen reduziert, ohne dabei das Techniktraining und das motorische Lernen negativ zu beeinflussen, sind kooperative oder dyadischeTrainingsprotokolle. In dyadischen Trainingsprozeduren trainieren zwei Sportler*innen gemeinsam und wechseln zwischen der Beobachtung und der motorischen Übung von Versuch zu Versuch. In den Wechselintervallen haben sie auch die Möglichkeit, Ideen, Anregungen oder auch Tipps zu kommunizieren. Die Mehrzahl der Studien im Kontext zum dyadischen Üben wurden im Bereich der Mikrochirurgie und der chirurgischen Navigation an Simulatoren durchgeführt. Die Befunde zeigen, dass Lernende, die als Paar üben, die gleichen oder gar bessere Leistungen zeigen als individuell Lernende. Das Ziel des Artikels wird es sein, eine Anregung zu geben, die vorliegenden Ergebnisse auf das Messplatztraining im Leistungssport zu übertragen und theoriebasiert einer kritischen Prüfung zu unterziehen
© Copyright 2023 Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge. Lehmanns Media. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2023
|
| Jahrgang: | 64 |
| Heft: | 1 |
| Seiten: | 9-21 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |