Diagnosos of proximal harmstring injuries

(Diagnostik von proximalen Harmstring-Verletzungen)

Summary Injuries and overload to the hamstring muscles are frequently observed in recreational and high-performance athletes. The proximal hamstring muscle complex is in a highly vulnerable region that is likely to sustain injury in several disciplines. Proximal hamstring injuries (PHI) are responsible for a substantial loss of training and competition days. A precise and targeted diagnostic approach is essential to provide a correct assessment of injury severity. In general, a careful anamnesis and thorough clinical examination with inspection, palpation, and functional testing provide substantial information about the extent and severity of injury. Imaging of muscle tissue is essential to confirm precise diagnosis for providing further assessment of the degree of damage or differential diagnosis. Understanding the specific tasks in the diagnosis of PHI requires knowledge of functional anatomy, injury, and pathophysiological mechanisms as well as examination and imaging techniques. The present work provides a structured overview of the diagnostic work-up of PHI, emphasizing structured examination and imaging techniques to enable reliable diagnosis and rapid treatment decisions. Zusammenfassung Verletzungen und Überlastungen der hinteren Oberschenkelmuskulatur sind im Freizeit- und Leistungssport häufig zu beobachten. Die Hamstring-Muskulatur zählt zu einer hoch vulnerablen anatomischen Region mit einem erhöhten Risiko für Muskelverletzungen, insbesondere in der proximalen Ursprungsregion. Derartige Verletzungen sind unter dem Begriff der proximalen Hamstring-Verletzungen (proximal hamstring injuries = PHI) zusammengefasst. Ein Großteil der PHI sind "Time-Loss-Verletzungen", welche, je nach Verletzungsschwere zu Ausfällen aus dem Trainings-, Wettkampf- bzw. Spielbetrieb führen können. Um eine Verletzung und deren Schweregrad richtig einschätzen zu können, ist ein präziser und gezielter diagnostischer Algorithmus erforderlich. Im Allgemeinen liefern eine sorgfältige Anamnese und eine fundierte klinische Untersuchung mit Inspektion, Palpation und Funktionstestung wesentliche Informationen über das zu erwartende Ausmaß und die Schwere einer Hamstring-Verletzung. Zusätzlich sind bildgebende Verfahren für die korrekte Einschätzung des Schweregrades und damit für eine präzise Diagnosestellung unerlässlich. Grundvoraussetzung für die Diagnostik von PHI sind Kenntnisse der funktionellen Anatomie, der Verletzungs- und pathophysiologischen Mechanismen sowie der Untersuchungs- und Bildgebungsverfahren an sich. Die vorliegende Arbeit bietet einen strukturierten Überblick über die Diagnostik von PHI, mit dem Schwerpunkt auf strukturierte Untersuchungs- und Bildgebungsverfahren, die eine zuverlässige Diagnose und eine schnelle Behandlungsentscheidung ermöglichen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2022
Online-Zugang:https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0949328X22000084
Jahrgang:38
Heft:1
Seiten:47-57
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch