Mechanische und funktionelle laterale Sprunggelenksinstabilität: Aktuelle Diagnostik und Möglichkeiten zur Diskriminierung

Verletzungen des oberen Sprunggelenks zählen zu den häufigsten orthopädischen Verletzungen. Bis zu 50% der Patienten erfahren Rezidive und entwickeln eine chronische Sprunggelenksinstabilität. Diagnostisch und therapeutisch wird die Sprunggelenksinstabilität anhand der Ätiologie in mechanische und funktionelle Insuffizienzen gegliedert. Während die mechanische Instabilität durch eine Läsion oder Insuffizienz der ossären und ligamentären Gelenkkomponenten gekennzeichnet ist, sind funktionelle Defizite auf eine Insuffizienz in der Propriozeption, der neuromuskulären und posturalen Kontrolle sowie Kraftfähigkeit zurückzuführen. Im vorliegenden Übersichtsbeitrag wird die aktuelle Studienlage hinsichtlich funktioneller und mechanischer Sprunggelenkinstabilität aufgearbeitet. Die narrative Synthese beinhaltet eine systematische Darstellung der spezifischen Defizite und assoziierter Testverfahren zur Diskriminierung der beiden Ausprägungen. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der klinischen Anwendung und der zugrundeliegenden neuromechanischen Modelle zur Entstehung von Gelenkinstabilitäten diskutiert.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Tagging:Sprunggelenk
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2021
Online-Zugang:https://doi.org/10.1016/j.orthtr.2021.05.002
Jahrgang:37
Heft:2
Seiten:114-125
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch