Achillessehnenruptur im Spitzensport - welche Faktoren entscheiden über das Karriereende?

Die Achillessehnenruptur ist eine verheerende Verletzung vor allem für einen Profisportler. Gerade in den sehr populären Sportarten wie American Football, Basketball und Fußball ist der Druck auf den Athleten, aber auch den behandelnden Arzt und Therapeuten riesig. Im Spitzensport wird diese Verletzung meist operativ behandelt, hauptsächlich aufgrund der niedrigeren Re-Ruptur-Rate und geringeren verbleibenden Kraftdefiziten. Mögliche Komplikationen wie Wundheilungsstörungen und allgemeine Operationsrisiken sollten jedoch trotzdem bedacht werden. Es lässt sich ein deutlicher Zusammenhang des Auftretens einer Ruptur und einer vorbestehenden degenerativen Vorschädigung der Sehne zeigen. Das postoperative Management sollte auf einer funktionellen Nachbehandlung, im Sinne eines frühen Belastungsaufbaus in Spitzfußstellung basieren. Die Vollbelastung im passenden Stabilschuh führt zur frühen Formation der Sehne und somit besseren funktionellen Ergebnissen. Die Zeit bis zum Wiedereinstieg in den Spitzensport variiert je nach Sportart und Position in der ausgeführten Sportart. Wenn der Return to Sport möglich war, lässt sich, gerade im Basketball und Football, eine signifikant geringere Spielzeit und Leistungsfähigkeit im Sport feststellen. In bis zu 30% führt diese Verletzung jedoch zum Karriereende.
© Copyright 2021 Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie. Elsevier. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Tagging:Karriereende
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2021
Online-Zugang:https://doi.org/10.1016/j.orthtr.2021.04.001
Jahrgang:37
Heft:2
Seiten:101-113
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch