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Untersuchung der Reliabilität eines Tests zur Erfassung isokinetischer Kraftwerte der Schulter

Bei einigen Sportarten stehen die oberen Extremitäten im Fokus der Leistungserbringung. Die Schulter als Bindeglied zwischen Rumpf und Arm muss hierbei hohe Antriebsleistungen bei gleichzeitigen weiträumigen Bewegungsumfängen zwischen den Elementen übertragen. Insbesondere bei den sogenannten Überkopfsportarten müssen dauerhaft große Drehmomente umgesetzt werden. Infolge dessen kommt es zu sportartspezifischen Adaptationserscheinungen, die, wenn sie über einen langen Zeitraum aufrechterhalten werden, zu massiven Schädigungen am Gelenk führen können. Aus der Notwendigkeit heraus, um diese beiden Aspekte der Schulterfunktion im Leistungssport möglichst objektiv zu ermitteln, wurde von Warschun, Köhler, Bonholzer, Schleichardt & Witt (2013) ein Schulterfunktionstest entwickelt, der unter isokinetischen Bedingungen die maximal erzeugbaren Drehmomente in den anatomischen Hauptbewegungsrichtungen erfasst. Neben der Testbeschreibung zur Datenerhebung am IsoMed2000 wurde eine Matlabroutine entwickelt, die über eine grafische Benutzeroberläche die weitere Datenverarbeitung sowie die einfache Erstellung eines Messprotokolls ermöglicht. Der Methodik der Testerstellung (Lienert & Raatz, 1998) folgend sollte als nächster Schritt die Qualität des Tests überprüft werden. Vor allem die Hauptgütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität stehen hier im Mittelpunkt. Aufgrund des hohen Standardisierungsgrades, der durch die Verwendung des IsoMeds, einer detailierten Testbeschreibung und der Datenverarbeitung mittels automatisierter Routine erreicht wird, kann davon ausgegangen werden, dass eine hinreichende Objektivität vorliegt. Darauf aufbauend soll in der folgenden Arbeit die Zuverlässigkeit des Tests überprüft werden. Untersucht werden soll einerseits, inwiefern der Test geeignet ist eine Probandengruppe anhand ihrer Leistungsfähigkeit zu ordnen bzw. Individuen im Vergleich zu einer Referenzgruppe einzuordnen. Andererseits soll abgeschätzt werden wie groß der durchschnittliche Messfehler ist, um im Einzelfall entscheiden zu können, ob es zwischen zwei Messpunkten zu einer Leistungsveränderung gekommen ist oder nicht. Dazu sollen verschiedene Parameter der Reliabilität anhand einer Stichprobe im Test-Retest Design ermittelt werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Naturwissenschaften und Technik
Tagging:isokinetisch
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Leipzig Universität Leipzig, Sportwissenschaftliche Fakultät 2014
Seiten:20
Dokumentenarten:Forschungsergebnis
Level:hoch