HIIT - Hochintensives Intervalltraining

Sowohl im gesundheits- und fitnessorientierten Freizeitsport als auch im wettkampforientierten Leistungssport wird dem Thema eines hochintensiven Intervalltrainings (HIIT) in den zurückliegenden 5-10 Jahren eine zunehmende Bedeutung beigemessen. Die Motive dafür sind unterschiedlich, reichen von einem ausgeprägten Zeitmangel im Arbeitsalltag, der sich auch auf die zeitlichen Möglichkeiten sportlicher Aktivitäten auswirkt bis hin zum Versuch, im leistungssportlichen Training neue Trainingsreize zu setzen, ohne dass damit der Gesamttrainingsumfang massiv erweitert werden muss. Diese sehr heterogene Motiv- und leistungsmäßige Probandengruppe führt aber auch zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen, was man mit einem hochintensiven Intervalltraining an Trainingswirkungen und Adaptationen erreichen kann. Bei Untrainierten ist beim Einsatz hochintensiver Übungen innerhalb der Intervalltrainingsmethode einerseits Vorsicht geboten, um nicht die Grenzen der Belastbarkeit zu überschreiten, mit einem geeigneten Trainingsprogramm können in dieser Trainingsgruppe aber in überschaubaren Zeiträumen die erwünschten leistungsmäßigen und körperlichen Veränderungen sichtbar werden. Im Leistungssport und dem dort anzutreffenden bereits sehr hohen sportlichen Leistungsniveau, sind andere Überlegungen anzustellen, sind die Ziele dem individuellen Leistungsvermögen anzupassen und ein hochintensives Intervalltraining in den sportlichen Trainingsalltag mit seinen vielen inhaltlichen Themen und Trainingseinheiten einzupassen. Gemeinsam sind für die unterschiedlichen Trainingsgruppen aber die möglichen Trainingsziele: Kraftzuwachs, Muskelaufbau und Core-Stabilität und deren Verbesserung. Gemeinsam ist ihnen auch, dass es sich um eine zeitlich nicht sehr aufwändige Trainingsmethode handelt, die im Rahmen unterschiedlicher organisatorischer Rahmenbedingungen eingesetzt werden kann. Wichtig ist, dass man ein klares Verständnis dafür entwickelt, was mit welchen Programmen und Übungen, was mit welchen Belastungsumfängen, Satz- bzw. Wiederholungszahlen erreicht werden soll und kann. Und hier bietet das Buch von Christophe Pourcelot und Maxence Vidal ein großes Angebot an Übungen mit eigenem Körpergewicht oder mit Standardtrainingsgeräten (wie Langhantel, Kurzhantel, Seil, Boxsack oder Theraband), die in individuelle Trainingsprogramme aufgenommen werden können. Der interessierte Leser, Sportler, Übungsleiter oder Trainer findet mehr als 100 detailliert bebilderte Grundübungen mit einer kompakten Beschreibung des Übungsablaufs. Darauf aufbauend werden von den Autoren Vorschläge für Trainingspläne von Sportlern variierenden Leistungsniveaus mit unterschiedlichen Belastungsintensitäten und -umfängen und für mehrere Zielstellungen entwickelt. Die Trainingsprogramme setzen ihren Schwerpunkt auch entweder auf das Training mit dem eigenen Körpergewicht oder mit Trainingsgeräten. Diese Vorschläge sollten Anregung, Idee oder Vorschlag verstanden werden, von denen ausgehend jeder Trainierende oder Trainer individuelle Trainingspläne erstellt kann, dieser seiner aktuellen Leistungssituation entsprechen. Dehnübungen und Anleitungen zur Selbstmassage für eine schnellere Regeneration runden diesen Ratgeber zu hoch intensivem Training ab.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft
Tagging:HIT HIIT
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München Copress 2017
Online-Zugang:https://www.stiebner.com/copress/sonstige-sportarten/hiit-hochintensives-intervalltraining.html
Seiten:383
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel