Dehnung des M. quadriceps femoris aus anatomisch-physiologischer Sicht
Neben den in der Praxis immer noch weit verbreiteten Wissenslücken über die differenzierte beweglichkeitsassoziierte Plastizität der Strukturen und Systeme fehlen im Beweglichkeitstraining oft auch die basalen Kenntnisse über die ideale individualisierte Muskellänge, die adäquate Muskelspannung, die interaktive muskelsystemische und arthromuskuläre Kohärenz sowie über den expressiven Status zusätzlich wichtiger biophysikalischer Komponenten. In der Absicht, maladaptive und deadaptive Strukturen gezielt in physiologische Verhältnisse zurückzuführen, sind dies durchwegs essenzielle Basisinformationen, speziell dann, wenn man dem Anspruch an eine substanzielle Evidenz bei salutogenen, therapeutischen oder leistungsphysiologischen Zielstellungen gerecht werden soll. Am Beispiel des M. quadriceps femoris werden einerseits die klinische Evaluation der Muskellänge (M. rectus femoris) und die Mobilität der drei Mm. vasti aufgezeigt, anderseits indizierte anatomisch und physiologisch differenzierte Dehnprinzipien, Dehnmethoden sowie Interventionen ausführlich beschrieben. Der Artikel zeigt stellvertretend die komplexen lokalen und interaktiven Überlegungen, welche einer beweglichkeitsassoziierten Intervention vorausgehen und die hohen Ansprüche, die an die Wahl und die Ausführung eines geeigneten Übungskonstruktes gestellt werden.
© Copyright 2012 Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie. Rub Media AG. Alle Rechte vorbehalten.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2012
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| Online-Zugang: | http://www.sgsm.ch/ssms_publication/file/457/4ceps_3_2012-7.pdf |
| Jahrgang: | 60 |
| Heft: | 3 |
| Seiten: | 116-124 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |