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Kardiale Screening-Untersuchungen beim Kompetitiv- und Gelegenheits-Athleten

Die überwiegend positiven Effekte des Sports können überschattet werden durch den sportassoziierten plötzlichen Herztod (Sudden Cardiac Death, SCD), welcher ein seltenes, aber fatales Ereignis darstellt. In Italien haben sich bereits vor Jahrzehnten Screeningprogramme zur Verhinderung des SCD etabliert. Solche Programme haben neben der Verhinderung des SCD auch das Ziel, Sportler mit einer relevanten, bisher nicht bekannten oder asymptomatischen kardiovaskulären Erkrankung zu identifizieren. Screeningprogramme sind heute so weit entwickelt, dass sie unterscheiden zwischen einem Spitzensportler resp. Kompetitiv-Athleten und einem Hobby- resp. Gelegenheitsathleten, welche sich in den Belastungsformen vor, während und nach dem Wettkampf grundlegend unterscheiden. Beim Kompetitiv-Athleten soll das Screening so früh wie möglich in der Sport-Karriere erfolgen und eine ausführliche Anamnese, einen Status und ein 12-Ableitungs-Ruhe-EKG beinhalten. Das Screening sollte bei initial unauffälligen Befunden mindestens alle 2 Jahre wiederholt werden. Während bei Gelegenheitsathleten (aktiv oder sedentär) mit niedriger körperlicher Aktivität häufig eine Selbst-Evaluation mittels eines Aktivitäts- Fragebogens (PAR-Q) ausreicht, wird bei einem aktiven Gelegenheitsathleten ein umfassendes Screening mittels Anamnese, Status und EKG empfohlen.
© Copyright 2011 Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie. Rub Media AG. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2011
Online-Zugang:http://www.sgsm.ch/ssms_publication/file/415/Screening_Spomed_2-11-8.pdf
Jahrgang:59
Heft:2
Seiten:79-82
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch