4022688

Entwicklung einer Methode zur Bestimmung des Muskelvolumens und des physiologischen Querschnitts zur Anwendung in der trainingsbegleitenden Leistungsdiagnostik

Trotz automatischer Segmentierungsalgorithmen ist die vollständige Rekonstruktion eines Muskels anhand von MRT Aufnahmen immer noch sehr zeit- und kostenintensiv und daher zur trainingsbegleitenden Kraftdiagnostik sowie zur Dokumentation eines Rehabilitationsprozesses nicht geeignet. Aus diesem Grund wird in der trainingsbegleitenden Kraftdiagnostik bzw. zur Dokumentation des Rehabilitationsprozesses immer noch die anatomische Querschnittsfläche zur Beurteilung einer Hypertrophie als Folge von Krafttraining verwendet, obwohl eindeutig nachgewiesen ist, dass die anatomische Querschnittsfläche, die durch ein Krafttraining tatsächlich induzierte Hypertrophie deutlich unterschätzt. In der Wissenschaft wird die physiologische Querschnittsfläche im Vergleich zur anatomischen Querschnittsfläche allgemein als besseres Maß zur Beurteilung von morphologischen Veränderungen aufgrund von Training betrachtet. Um die Diagnostik der morphologischen Reaktion auf ein Krafttraining für die trainingsbegleitenden Leistungsdiagnostik sowie in der Rehabilitation nutzbar zu machen, ist das Ziel dieses Projektes, eine Methode zur Bestimmung des Muskelvolumens und somit auch der Physiologischen Querschnittsfläche (PCSA) anhand von einfach zugänglichen Parametern für den größten Plantarflexor, den M. triceps surae, zu entwickeln. Anhand einer Regressionsanalyse soll überprüft werden, ob innerhalb der gesamten Untersuchungsgruppe bzw. der einzelnen Gruppen ein Zusammenhang zwischen dem Muskelvolumen, der maximalen anatomischen Querschnittsfläche und der Muskellänge existiert und ob die maximale anatomischen Querschnittsfläche und die Muskellänge geeignet zur Bestimmung des Muskelvolumens sind. Die Ergebnisse deuten deutlich darauf hin, dass die Form der Muskeln ähnlich ist und dass damit eine Abschätzung des Muskelvolumens anhand der beiden Parameter, maximaler anatomischer Querschnitt und Muskellänge, möglich ist.
© Copyright 2010 BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2009/10. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft
Veröffentlicht in:BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2009/10
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Bonn 2010
Online-Zugang:http://www.bisp.de/cln_099/nn_113306/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Jahrbuch/Jb__200910__Artikel/Arampatzis__25__29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Arampatzis_25_29.pdf
Seiten:25-29
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch