Lactate as an end-product and fuel
(Laktat als Endprodukt und Brennstoff)
Bei hochintensiven Kurzzeitbelastungen ist der Anteil der anaeroben Glykolyse an der ATP-Gewinnung hoch und es wird mehr Laktat gebildet als eliminiert werden kann. Dementsprechend akkumuliert Laktat und die Konzentrationen steigt an. Bei der Hydrolyse des glykolytisch gewonnen ATPs wird H+ freigesetzt, das den muskulären und arteriellen pH-Wert senkt. Für diese Art von kurzzeitigen Belastungen sind höhere Laktatwerte mit größerer Leistungsfabgabe verbunden. Bei längeren Belastungen niedrigerer Intensität ist der Beitrag des aneroben Metabolismus zur ATP-Gewinnung niedrig aber dennoch wird Laktat gebildet. Bei einer bestimmten Belastungsintensität kann die Laktatkonzentration höher sein wenn die Sauerstoffverfügbarkeit oder-zufuhr niedrig oder und/oder die mitochondriale ATP Produktion beeinträchtigt sind. Es wird vermutet, dass die Laktat-Akkumulation bei Langzeitausdauerbelastungen ein Defizit in der aeroben und anaeroben ATP-Produktion reflektiert. Eine alternative Erklärung besteht darin, dass die Laktatkonzentration das Ausmaß der Störung der Homöostase widerspiegelt, welche wiederum zu Fehlermeldungen bei der Stimulation der mitochondrialen Atmungskette führt: Anstieg des Redox-Potentials und Rückgang des Phosphat-Potentials. Diese Hypothese stimmt mit der Beobachtung überein, dass geringere Laktatkonzentrationen, und damit Störungen geringeren Ausmaßes, mit einer höheren Ausdauerleistungsfähigkeit verbunden sind (auch wenn Laktat an sich nicht zur Ermüdung beiträgt). Laktat, das während Langzeitausdauerbelastungen in der Arbeitsmuskulatur gebildet wird, wird über das Blut in andere unbelastete Muskeln, Organe oder Gewebe transportiert und dort oxidiert (Laktat-Transport), wodurch der aerobe Metabolismus aufrecht erhalten werden kann. Ein gewisser Anteil an Laktat kann in der Leber zu Glukose abgebaut werden (Cori-Zyklus) um die Glukosekonzentration im Plasma zu erhalten. Großes Interesse gilt der Beziehung zwischen Laktat und der Leistung bei rampenförmiger Belastung sowie der Identifikation von anaeroben Schwellen und Laktatschwellen, die bislang schwer fassbar scheinen.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
2010
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| Online-Zugang: | https://www.germanjournalsportsmedicine.com/archiv/archiv-2010/heft-5/lactate-as-an-end-product-and-fuel/ |
| Jahrgang: | 61 |
| Heft: | 5 |
| Seiten: | 112-116 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |