Dopingbekämpfung aus der Sicht der Kontrollinstanz - Prävention durch vorausschauende Analytik

Dopingprävention ist zu einem wesentlichen Bestandteil des Antidopingkampfes geworden und basiert auf vielen verschiedenen Aspekten. Einer der Schwerpunkte ist dabei die Dopinganalytik, welche sowohl bekannte als auch unbekannte und zukünftig verfügbare Medikamente und Dopingmittel nachweisen soll. Die häufigste Substanzklasse verbotener Wirkstoffe, die in Dopingkontrollproben seit mehr als 20 Jahren überwiegend festgestellt wird, ist die der anabolen Wirkstoffe. Bekannte steroidale und nicht-steroidale anabole Substanzen sowie unbekannte "Designer-"Analoga sind Gegenstand aktueller Forschungen, und Präventionsmaßnahmen beinhalten verbesserte Übersichtsanalysen und frühzeitige Methodenentwicklungen zur Bestimmung zukünftig zugelassener Medikamente, die sich in fortgeschrittenen klinischen Testphasen befinden. Zu solchen zählen unter anderem Selektive Androgenrezeptor Modulatoren (SARMs), die ein besonders hohes Missbrauchspotential im Sport besitzen. Ebenso sind Peptidhormone wie z.B. synthetische Insuline von zentraler Bedeutung, da deren Missbrauch erst seit kurzem nachweisbar geworden ist und zahlreiche Hinweise auf einen umfangreichen illegalen Einsatz vorliegen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2009
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/archiv/archiv-2009/heft-3/dopingbekaempfung-aus-sicht-der-kontrollinstanz-praevention-durch-vorausschauende-analytik/
Jahrgang:60
Heft:3
Seiten:66-69
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel