Laktattransport im Skelettmuskel: Trainingsinduzierte Anpassung und Bedeutung bei körperlicher Belastung
Der Skelettmuskel besitzt ein membranständiges Transportsystem für Laktat. Dieses ist wichtig für die gezielte Steuerung der Verteilung des energiereichen Laktats zwischen Zellen und Geweben. Es regelt den Transport von Laktat und H+ gekoppelt im Verhältnis 1:1. Aufgrund dieser notwendigen Verbindung von Laktat und H+, ist der Laktat/H+-Ko- transport von großer Bedeutung für die pH-Regulation im Skelettmuskel. Vor allem während intensiver körperlicher Belastung, bei der Milchsäure verstärkt produziert wird, ist der mit Laktat gekoppelte H+-Fluss wichtig.
Das Laktat/H+-Kotransporterprotein erscheint in zwei Isoformen, Monocarboxylat Transporter Isoform 1 (MCT1) und - Isoform 4 (MCT4), die unterschiedliche Muskelfasertyp abhängige Verteilungen haben und deren Dichte in den Membranen des Skelettmuskels veränderbar ist. Es ist erwiesen, dass sowohl durch Ausdauer- als auch durch hochintensives Training die Dichte von MCT1- und MCT4-Proteinen in der Muskelmembran zunimmt. Es ist also ein nützlicher Effekt von Training, dass sich die Kapazität des Laktat/H+-Transports durch die Muskelmembran erhöht. Studien legen den Verdacht nahe, dass der Laktat/H+-Transport bei Patienten mit Diabetes Typ 2 und Fettleibigkeit beeinträchtigt ist.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2004
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| Online-Zugang: | https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2004/heft06/Juel.pdf |
| Jahrgang: | 55 |
| Heft: | 6 |
| Seiten: | 157-160 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |