Exercise and the risk of sudden cardiac death

(Sport und das Risiko des plötzlichen Herztodes)

Sportliche Aktivitäten können sowohl bei jugendlichen als auch adulten Leistungssportlern mit verborgenen Herzerkrankungen akute, fatale Ereignisse induzieren. Allerdings differiert die Risiko-Nutzen-Relation in beiden Altersgruppen. Bei Adoleszenten und jungen Erwachsenen sind kompetitive körperliche Aktivitäten mit einem signifikanten Anstieg des Risikos eines plötzlichen Herztodes assoziiert. Der Sport ist hier nicht "per se" die Ursache der gesteigerten Mortalität in dieser Altersgruppe; vielmehr wirkt er als Trigger für einen Herzstillstand bei Athleten, die von unentdeckten kardiovaskulären Störungen, insbesondere Kardiomyopathien, vorzeitig auftretender koronarer Herzkrankheit und kongenitale koronare Anomalien, betroffen sind, die zu lebensbedrohenden ventrikulären Arrhythmien prädisponieren. Andererseits kann körperliche Aktivität bei Erwachsenen als "zweischneidiges Schwert" betrachtet werden: Intensive Anstrengung erhöht das Risiko akuter koronarer Ereignisse bei Personen, die nicht regelmäßig trainieren; demgegenüber reduziert regelmäßige körperliche Aktivität das Gesamtrisiko bezüglich Myokardinfarkt und plötzlichen Herztodes, indem die Entstehung und Progression einer atherogenen koronaren Herzerkrankung verhindert werden.
© Copyright 2006 Herz. Springer. Veröffentlicht von Urban & Vogel. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Herz
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Urban & Vogel 2006
Online-Zugang:https://doi.org/10.1007/s00059-006-2885-8
Jahrgang:31
Heft:6
Seiten:553-558
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch