Das Motorische Selbstwirksamkeits-Inventar (MOSI). Eine bereichsspezifische Diagnostik der Selbstwirksamkeit im Sport

Die Selbstwirksamkeitsüberzeugung fördert die Leistung im Sport (Feltz, 1988). Sie beruht auf der persönlichen Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die anstehenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen (Bandura, 1977, 1986). Konzeptionell lassen sich generalisierende und aufgabenspezifische Formen der Selbstwirksamkeit unterscheiden. Der vorliegende Ansatz schlägt eine bereichsspezifische Konzeption vor, die sich auf das Sporttreiben und das Bewegungslernen bezieht. Die beiden Bereiche erfasst ein Fragebogen (Motorisches-Selbstwirksamkeits-Inventar: MOSI) über jeweils fünf Items. Das Inventar wird an einer Stichprobe von 589 Personen überprüft. Für die Gesamtskala ist die interne Konsistenz gegeben. Die exploratorischen Faktorenanalysen heben die zweidimensionale Struktur und damit die bereichsspezifische Differenzierung zwischen dem Bewegungslernen und dem Sporttreiben hervor. Dagegen weist die Rasch-Analyse auf ein eindimensionales Konstrukt hin, welches maßgeblich durch den Bereich des Bewegungslernens bestimmt ist. Schließlich wird die (prognostische) Validität für den Bereich des Sportreibens nachgewiesen. Konsequenzen und weitere Einsatzmöglichkeiten des Inventars werden diskutiert.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften
Veröffentlicht in:Zeitschrift für Sportpsychologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2006
Online-Zugang:https://doi.org/10.1026/1612-5010.13.3.89
Jahrgang:13
Heft:3
Seiten:89-97
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch