Beweismangel für Bewegungsmangel. Die motorische Leistungsfähigkeit von Grundschülern und Probleme ihrer Erforschung
Beiträge zum Thema "Bewegungsmangel im Kindesalter" haben in den letzten Jahren Konjunktur, vor allem in den Medien, aber auch in der sogenannten wissenschaftlichen Literatur. Darunter befinden sich nicht nur Bekenntnisbeiträge (vgl. SCHMIDT 1998; ZIMMER 1993), sondern auch solche, die die Frage empirisch beantworten wollen. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings auch dort, dass die Beweise für den behaupteten Bewegungsmangel dürftig sind und dass sie oft die notwendige Sorgfalt im wissenschaftlichen Arbeiten vermissen lassen.
Um dieses zu belegen, werde ich zunächst die Ergebnisse meiner Untersuchungen zur motorischen Leistungsfähigkeit von Grundschülern in Hamburg vorstellen einschließlich meines Erkenntnisinteresses, meines methodischen Vorgehens und meiner Interpretation der Ergebnisse. In einem zweiten Schritt werde ich auf Studien eingehen, die in den letzten fünf Jahren zur motorischen Leistungsfähigkeit durchgeführt worden sind. Dabei will ich - analog zu meiner Studie - die Darbietung der Ergebnisse und ihre Interpretation nachvollziehen und diese auf ihre immanente Stimmigkeit hin prüfen. Schließlich soll es um die Frage gehen, welche Rolle Interessen bei der empirischen Erforschung haben und wie man mit Ergebnissen umgeht, von denen man die Folgen ihrer Veröffentlichung nicht einschätzen kann oder nicht verantworten will.
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| Notationen: | Nachwuchssport Schulsport Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2003
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| Online-Zugang: | https://www.fachportal-paedagogik.de/literatur/vollanzeige.html?FId=655895%23vollanzeige |
| Seiten: | 18 |
| Dokumentenarten: | Forschungsergebnis |
| Level: | hoch |