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Selbstvertrauen und Sport - Die Bedeutung selbstbezogener Kognitionen für das Leisten und Lernen im Sport

Sportlerinnen und Sportler bringen ihre Leistung häufig mit ihrem aktuell erlebten Selbstvertrauen in Verbindung. Schwache Leistungen werden dann mit mangelndem Selbstvertrauen, gute Leistungen mit starkem Selbstvertrauen erklärt. Der vorliegende Beitrag prüft zunächst anhand einer Literaturanalyse die Gültigkeit dieser "Alltagserklärungen". Die Selbstwirksamkeitstheorie (Bandura, 1986, 1997), die den meisten Untersuchungen zugrundeliegt, wird dargestellt und die empirischen Befunde zusammengefaßt. Es zeigt sich, daß tatsächlich ein Zusammenhang zwischen Selbstvertrauen bzw. Selbstwirksamkeitsüberzeugung und der sportlichen Leistung besteht. Einige Studien weisen auch auf eine kausale Verbindung hin. In zwei eigenen Untersuchungen wurde geprüft, ob Selbstvertrauen bzw. Selbstwirksamkeitsüberzeugung auch für das Bewegungslernen von Bedeutung ist. In einer "Labor"-Studie übten die UntersuchungsteilnehmerInnen (N=126) das Pedalofahren unter standardisierten Bedingungen; in einer Feldstudie (N=44) sollten Grundtechniken des Inline-Skatens unter den hierbei üblichen Rahmenbedingungen erlernt werden. Die Ergebnisse waren erwartungskonform. Personen mit starker Selbstwirksamkeitsüberzeugung zeigten in beiden Studien bessere Lernleistungen und empfanden den Lernprozeß emotional weniger belastend als Personen mit schwacher Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Female and male athletes often create a relationship between their performance and their actual self-confidence. Poor performances are explained with a lack of self-confidence and good performances with strong self-confidence. First, the present paper elaborates the validity of these common explanations based on a literature review. Self-efficacy theory (Bandura, 1986, 1997), which is basic for most studies, is described and some empirical findings are reported. Results show a correlation between self-confidence or self-efficacy belief and athletic performance. Several studies indicate a causal relationship. Two studies from the author of this paper examine the impact of self-confidence or self-efficay belief on motor learning. In a laboratory-based study participants (N=126) practiced to ride on a pedalo under standardized conditions; in a field study participants (N=44) were supposed to learn techniques of inline-skating in a usual sport setting. Results were concordant with expectations. In both studies participants with strong self-efficacy belief showed more effective learning and perceived less emotional stress than participants with low self-efficacy. Die Theorie der Selbstwirksamkeit Ausbildung und Veränderung von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen Effekte von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen Erfassung von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen Selbstwirksamkeitsüberzeugung und sportmotorische Leistung Selbstwirksamkeitsüberzeugung und sportmotorisches Lernen "Labor"-Studie Problemstellung Stichprobe Untersuchungsablauf Datenerhebung Datenanalyse Ergebnisse Diskussion Feldstudie Problemstellung Stichprobe Untersuchungsablauf Datenerhebung Daten analyse Ergebnisse Diskussion Fazit und praktische Konsequenzen Literatur
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2001
Online-Zugang:https://docplayer.org/47728758-Selbstvertrauen-und-sport-die-bedeutung-selbstbezogener-kognitionen-fuer-das-leisten-und-lernen-im-sport.html
Dokumentenarten:elektronische Publikation
Level:mittel