Meßstation zur Erfassung des Dehnungswiderstandes, der Viskosität sowie dynamischer und statischer Kraftparameter von Muskeln in vivo

Die bisher an der Bergischen Universität-Gesamthochschule Wuppertal benutzte Meßstation zur Bestimmung unterschiedlicher Dehnungsparameter der ischiokruralen Muskeln arbeitet mit Hilfe des passiven straight-leg-raising-Test von Probanden in Rückenlage. Da bei diese Methode Veränderungen der Schwerkraftmomente mit fortschreitender Zeit durch Weichteil- und Flüssigkeitsverschiebungen im Körper zu erwarten sind, ist es nicht möglich, das visköse Verhalten des Muskels in gedehnter Position sowie Dehnungs-Entdehnung-Hysteresen zu untersuchen. Aus diesem Grunde wurde eine Meßstation entwickelt, bei der die negativen Wirkungen der Schwerkraft weitgehend reduziert sind. Dabei befindet sich der Proband in Seitenlage. Das zu untersuchende Bein wird bei einem Hüftbeugewinkel von 110°-120° auf einem Drehteller befestigt - die Kniegelenkachse in Verlängerung der Drehtellerachse. Die Dehnprozedur der ischiokruralen Muskeln wird durch Streckung des Knies praktiziert. Die Meßstation ist so konzipiert, daß sich auch Dehnungsversuche der Kniestreckmuskeln, sowie der Ellbogenbeuger und -strecker durchführen lassen. Durch Arretierung des Drehtellers lassen sich zusätzlich isometrische Muskelkräfte in unterschiedlichsten Gelenkpositionen (kontinuierlich wählbar) ermitteln, was eine Bestimmung der funktionellen Muskellänge ermöglicht. Durch Verwendung von Gewichten, die über einen Seilzug zu heben sind, ist die Quantifizierung explosiv-ballistischer Kontraktionen möglich.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 1998
Online-Zugang:https://www.bisp-surf.de/Record/WE020070700265
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:mittel