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Sportimmunologie: Aktuelle Perspektiven für den Sportler

Der Artikel fasst das aktuelle Wissen zum Thema "Akute und chronische Auswirkungen körperlicher Belastung auf das Immunsystem von Sportlern" zusammen und beleuchtet die Rolle von Ernährungsregimen als mögliche Gegenmassnahme. Schlussfolgerungen: 1. Unterscheidet sich die Immunfunktion in Ruhe signifikant bei Sportlern und Nicht-Sportlern? Die meisten Studien sprechen dafür, dass sich das Immunsystem in Ruhe bei Sportlern und Nicht-Sportlern eher ähnlich als unterschiedlich verhält. Eine Ausnahme bilden dabei die NK-Zellen, die bei Sportlern tendentiell höher liegen. 2. Nach langer und intensiver Belastung scheinen allerdings einige Immunparameter derart verändert, dass sie für empfindliche Athleten ein erhöhtes Infektionsrisiko bedeuten koennten. 3. Gibt es geeignete Nahrungsergänzungen, die in der Lage sind die belastungsbedingten Entzündungserscheinungen und die Immunsuppression zu minimieren? Während Daten aus Vitamin- und Mineralstudien generell negativ waren, führten Untersuchungen zur Bedeutung von Glutamin zu widersprüchlichen Ergebnissen. Einige Untersuchungen sprechen allerdings dafür, dass die Gabe von Kohlenhydraten vor, während und nach Belastungen, die mit einem Abfall des Blutglukosespiegels einhergehen, die Reaktion hormoneller Regelkreise sowie des Immunsystems abschwächen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2000
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2000/heft09/a0900_2.pdf
Jahrgang:51
Heft:9
Seiten:291-296
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch