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Psychologische Methoden der Erholungs-Beanspruchungs-Diagnostik

Überbeanspruchung bzw. Übertraining einer Person ist in letzter Konsequenz auf eine über einen längeren Zeitraum unausgewogene Erholungs-Beanspruchungs-Bilanz zurueckzuführen. Bisher scheinen physiologische Parameter Überbeanspruchung bzw.Übertraining nicht frühzeitig zuverlässig diagnostizieren zu können. Standardisierte psychologische Methoden der Erholungs-Beanspruchungs-Diagnostik erlauben jedoch eine relativ stabile, zuverlässige, sensitive und ökonomische Erfassung von Anzeichen eines Übertrainingszustandes. Dabei erwiesen sich vor allem der Profile of Mood States und der Erholungs-Belastungs-Fragebogen für Sportler als besonders gut geeignet. Beide Instrumente sowie ein in diesem Beitrag vorgestelltes Erholungsverlaufsprotokoll, entfalten gerade bei einer längsschnittlichen Datenerfassung ihre Stärke. In der Zukunft sollte die interdisziplinäre Forschung und Betreuung von Athleten ausgebaut werden, denn der Komplexität der Erholungs-Beanspruchungs-Diagnostik wird man nur unter Berücksichtigung multi-dimensionaler Aspekte gerecht.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2000
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2000/heft07_08/a04_07800.pdf
Jahrgang:51
Heft:7+8
Seiten:253-258
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch