Belastungsbedingte Hyponatriämie: eine Übersicht

Die Hyponatriämie wird immer stärker als weit verbreitete und bisweilen ernsthafte Störung bei ultralangen Belastungen angesehen. Trotz ihres häufigen Auftretens ist die Ätiologie einer Hyponatriäemie nach Ultralangstreckenbelastungen nach wie vor umstritten. Die Mehrzahl der Veröffentlichungen zu diesem Krankheitsbild favorisiert eine Hyperhydration als Ursache. Üblicherweise ist dabei die Flüssigkeitsaufnahme bei den Athleten, die eine Hyponaetriämie entwickeln, hoch, es gibt aber auch Fälle mit relativ geringer Trinkmenge. Die Entwicklung einer Flüssigkeitsüberladung mit nachfolgender Hyponatriämie bei eher mäßiger Flüssigkeitsaufnahme legt die Vermutung nahe, dass diese Athleten unter Belastung eine beeinträchtigte Nierenfunktion entwickeln. Aufgrund der Literaturbefunde scheint die Flüssigkeitsansammlung vor allem den extrazellulären Raum zu betreffen und weniger auf einer verminderten Flüssigkeitsabsorption aus dem Darmlumen zu beruhen. Der höchste Risikofaktor für die Entwicklung einer belastungsabhängigen Hyponatriämie scheint weibliches Geschlecht zu sein. Dtsch. Z. Sportmed., 51(1999)11/12, S. 368-374
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 1999
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv1999/Heft11/1999_11-12_HYPONATRIAEMIE.pdf
Jahrgang:51
Heft:11/12
Seiten:368-374
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch