Achillessehnenrupturen im Sport - Epidemiologie, aktuelle Diagnostik, Therapie und Rehabilitation
Bei 34.742 Sportverletzungen (1972-1997) werden 701 (2,0 %) Achillessehnenrupturen beobachtet. Insgesamt wurden bis 1/2000 911 Fälle behandelt, davon 791 retrospektiv, 73 prospektiv analysiert. Risikoreiche Sportarten sind Faustball (14,6 %), Badminton (11,7 %), Gymnastik, Squash und Tennis. Männer sind in 86 % betroffen. In 96 % handelt es sich um indirekte Verletzungen, insbesondere beim Antritt (33,6 %), Sturz und Verdrehtrauma (24,8 %), Sprint oder Lauf (15,8 %). Die Diagnose wird vielfach primär nicht gestellt - sicherste klinische Zeichen sind Dellenbildung (100 %), Unfähigkeit des Einbeinzehenstands (97 %) während Thompson-Test (67 %) und Flexion gegen Widerstand (64 %) unsicherer sind. Apparativ ist röntgenologisch das Kargersche Dreieck nur in 40 % positiv, während vor allem die Ultraschall-Sonographie in 91 % oder in besonderen Fällen das MRT mit 99 % valent sind. Die Therapie war in 97 % operativ - in den letzten Jahren zunehmend minimalinvasiv in perkutaner Technik (57,6 %), End-zu-Endnähte folgten in 19 %, kombiniert mit plantaris Durchflechtung in 11 %. Die Rehabilitation erfolgt frühfunktionell im Adipromed-Vario-Stabil-Schuh. Ein Behandlungsalgorithmus wird vorgestellt.
Dtsch. Z. Sportmed., 51(2000)5, S. 154-16
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2000
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| Online-Zugang: | https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2000/heft05/a01_0500.pdf |
| Jahrgang: | 51 |
| Heft: | 5 |
| Seiten: | 154-160 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |