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Neuronale Netzwerke: Modelle für kognitive Prozesse der Bewegungsproduktion?

In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob neuronale Netzwerke adäquate Modelle für die kognitiven Prozesse bei der Kontrolle und dem Erlernen von sportlichen Bewegungen sein können. Dazu werden zunächst die allgemeinen Eigenschaften neuronaler Netzwerke im Hinblick auf ihren Modellcharakter beleuchtet, danach wird JORDANs (1989) Netzwerk-Architektur als Beispiel für die konnektionistische Modellierung von Bewegungslernen vorgestellt. Darauf aufbauend wird mit einer von KÜNZELL 1994 entwickelten Vereinfachung dieses Netzes das Erlernen des Basketball-Positionswurfs simuliert, dabei wird die Wirksamkeit des Kontextinterferenz-Effekts beim Lernen im Netz überprüft sowie ein Lösungsweg für das Problem der Freiheitsgrade gezeigt. Abschließend wird die Relevanz konnektionistischer Modellierung kognitiver Prozesse für die sportwissenschaftliche Theoriebildung und die sportliche Praxis diskutiert.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache:Deutsch
Online-Zugang:http://www.uni-giessen.de/~g51027/erfurt.html
Dokumentenarten:Forschungsergebnis
Level:hoch