Führt Ausdauersport bei Frauen zur Osteoporose?

Zahlreiche Studien belegen, daß Leistungssport in allen Lebensphasen die Ovarialfunktion durch Störung der Hormonausschüttung auf Hypothalamus-Hypophysen-Ebene einschränken kann. Vor der Pubertät resultiert daraus eine Verzögerung der sexuellen Reifung, in der adulten Phase sind Zyklusstörungen in Form einer Oligo-/Amenorrhö die klinischen Zeichen. Diese werden vor allem in Ausdauersportarten, in welchen ein niedriges Körpergewicht von Vorteil ist, beobachtet. Nicht nur die ausgewählte Sportart begünstigt das Auftreten solcher Störungen, sondern auch die Trainingsart, der Zeitpunkt des Trainingsbeginns und eine unausgeglichene, hypokalorische Ernährung. Die Zyklusstörungen sind reversibel, hingegen kann das chronischeÖstrogendefizit zu einer Abnahme der Knochendichte führen und die Prävalenz von Streßfrakturen erhöhen. Somit benötigen Leistungssportlerinnen nebst einer medizinischen Beratung über Trainingsgestaltung und Ernährung auch eine individuell angepaßte Information und Führung im Falle einer langfristig indizierten Hormonsubstitution.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Die Orthopädie
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Online-Zugang:http://www.springermedizin.de/fuehrt-ausdauersport-bei-frauen-zur-osteoporose/128180.html
Jahrgang:26
Heft:11
Seiten:955-960
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel