Eine Neubewertung der zeitlichen Abläufe im Energiestoffwechsel. Anwendung eines neuentwickelten 13C-Dilutionsverfahrens
Als allgemein anerkannt gilt bisher die Auffassung, dass die kurzfristige Regeneration der Energiereserven in der arbeitenden Zelle durch die anaerobe Glykolyse unter Bildung von Laktat erfolgt. Der Autor stellte sich die Überprüfung dieser Annahme zum Ziel. Dazu verglich er Ergebnisse der traditionellen Atemgasanalyse mit denen einer von ihm neu entwickelten Auswaschmethode unter Belastungsbedingungen. Im Ergebnis stellt er ein Grundkonzept zur oxidativen Energieversorgung bei Belastung vor. Eine der wesentlichsten Aussagen der Studie ist, dass eine deutlich kürzere Zeitkonstante die metabolische Kohlendioxid-Produktion bei der nichtkompartimentalen Analyse ermittelt wurde als sie für die spirometrisch bestimmte Sauerstoffaufnahme typisch ist. Das lässt den Schluss zu, dass die mitochondriale oxidative Sauerstoffverwertung schneller als bisher angenommen bei Belastung aktiviert wird. Ein solches System wiederum führt in der Konsequenz zu einem Sauerstoffpartialdruckgefälle mit dem Belastungsbeginn. Der Autor gelangt insgesamt zur Ansicht, dass die eingangs dargestellte geläufige Annahme zur temporären Erhöhung der anaeroben Energiebereitstellung bei Belastung unwahrscheinlich erscheint.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Schorndorf
2002
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| Ausgabe: | Schorndorf: Hofmann, 2002.- 120 S. (Wissenschaftliche Schriftenreihe des Deutschen Sportbundes; Bd. 32) |
| Schriftenreihe: | Wissenschaftliche Schriftenreihe des Deutschen Sportbundes, 3 |
| Seiten: | 120 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |