Gränsen kan vara nadd
(Die Grenze kann erreicht sein)
Zusammenfassung von Standpunkten von Sportwissenschaftlern zum Thema "Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit". M. Rennie (Universität Nottingham) ist der Auffassung, dass die Entwicklung der Weltrekorde weiter gehen wird und noch keine Grenze erreicht ist. Er begründet das in erster Linie damit, dass ein immer größerer Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Leistungssport erhält (z. B. aus Afrika und Asien). Diese neuen Bevölkerungsgruppen bringen andere genetische und körperliche Voraussetzungen mit, die für die sportliche Leistungsentwicklung bedeutsam sein können. Er rechnet damit, dass in den Ausdauerdisziplinen noch ein Entwicklungsspielraum von ca. 10 Prozent vorhanden ist. Eine gleiche Prognose äußert er auch zu den Kurzsprints in der Leichtathletik.
Neben den Möglichkeiten der neuen Bevölkerungsgruppen können ebenfalls aus der Kombination von Ernährungs- und Trainingsstrategie Reserven für Leistungsverbesserungen geschöpft werden.
Auch der Physiologe Bengt Saltin vertritt die Auffassung, dass in den Ausdauerdisziplinen massive Leistungsverbesserungen möglich seien. Im Marathonlauf kann sogar die Grenze von 2 Stunden fallen. Dazu muss es ein perfektes Zusammenspiel von Sauerstoffaufnahmevermögen, der effektiven Ausnutzung des aufgenommenen Sauerstoffs und einer effektiven Lauftechnik geben.
Der Cheftrainer Schwedens im Schwimmen, Hans Chrunak, glaubt, dass im Schwimmen noch lange keine Leistungsgrenzen erreicht sind. Insbesondere der Wechsel von einem auf Umfang betonten Training hin zu mehr Trainingsqualität kann spürbar Leistungsreserven erschließen. Er vertritt zum Beispiel die Auffassung, dass 45 Sekunden über 100-m-Freistil möglich sein werden.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Svensk Idrott |
| Sprache: | Schwedisch |
| Veröffentlicht: |
Farsta
2004
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| Heft: | 10 |
| Seiten: | 24-25 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | niedrig |