Low-carbohydrate diets and high-intensity anaerobic exercise

(Kohlenhydratarme Ernährung und hoch intensive anaerobe Belastung)

Die zugängliche wissenschaftliche Literatur weist darauf hin, dass hoch-intensive anaerobe Belastung, einschließlich Kraftleistungen, durch die zur Verfügung stehenden muskulären Glykogenvorräte beeinflusst wird. Die Menge des verwendeten Glykogens während derartiger Belastungen steht im Verhältnis zur insgesamt geleisteten Arbeit während der Trainingseinheit. Die Wiederauffüllung der Glykogenspeicher spielt folglich eine entscheidnde Rolle bei der Maximierung der Leistung bei Kraftübungen. Niedrige Niveaus muskulären Glykogens sind in Verbindung gebracht worden mit negativen Entwicklungen bei isokinetischen und isometrischen Kraftübungen. Wegen der engen Beziehung zwischen der Menge mit der Nahrung aufgenommenen CHO und der Muskelgylkogensynthese, können CHO-arme Nährstoffe zu einer Verminderung der muskulären Glykogenspeicher führen und damit die Leistung negativ beeinflussen. Die anaerobe Leistung kann außerdem durch die bevorzugte Nutzung von Typ II-Muskelfasern beeinträchtigt werden. In der wissenschaftlichen Literatur wird eine Tendenz deutlich, dass Sportler, die anaerobe Leistungen vollbringen müssen, sehr CHO-arme Nährstoffe meiden sollen, da diese die Leistung bei hoch-intensiven anaeroben Belastungen negativ beeinflussen können. Das gilt zum Beispiel für Krafttrainingsübungen mit einer Dauer von mehr als 75 Sekunden. Deshalb sollten Sportler mit anaerobem Belastungprofil mindestens Nährstoffe mit mittlerem CHO-Niveau (43-50 %) zu sich nehmen. Als Richtlinien für die Nahrungsaufnahme wird die sog. Nährstoffpyramide mit 6-11 Mahlzeiten mit Brot, Cerealien, Reis und Nudeln, 3-5 Mahlzeiten mit Gemüse, 2-4 Mahlzeiten mit Obst, 2 oder 3 Mahlzeiten mit Milchprodukten, 2 oder 3 Mahlzeiten mit Fleisch, Geflügel, Fisch und trockenen Bohnen bei gleichzeitiger Meidung von Fetten, Ölen und Süssigkeiten empfohlen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft
Veröffentlicht in:The Journal of Strength and Conditioning Research
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2002
Ausgabe:Colorado Springs 24(2002)4, S. 42-53, 3 Tab., 55 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel