Screening blood tests in members of the Israeli National Olympic team

(Blutscreenings bei Mitgliedern der israelischen Olympiamannschaft)

Alle Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft (alle kommen aus Individualsportarten) wurden einem Blutscreening unterzogen, bei dem mögliche Mangelztustände festgestellt werden sollten, die sich negativ auf die Leistung auswirken. In einer frühen Phase zu saisonbeginn wurden dazu Nüchtern-Blutproben untersucht. Bestimmt wurden die Erythrozyten-Sedimentationsrate, das Gesamtblutbild, chemisches Panel, Lipidprofil sowie Eisenspeicherwerte. Ergebnisse: 15 Sportler (13%) hatten zu niedrige ferritinwerte, was ein Zeichen von zu leeren Eisenspeichern ist. Vier dieser Athleten litt an einer Eisenmangelanämie. Zwei weitere Sportler lebten mit einer B12-Mangel-Anämie. Bei drei Sportlern wurden erhöhte Serumkreatin- und -harnstoffwerte festgestellt. Überraschenderweise wurden bei 15 Sportlern (13%) erhöhte Cholesterolwerte gefunden. 24 Sportler (21%) zeigten leicht erniedrigte HDL-Cholesterol-Werte. Es wurden keine Normabweichungen bei den Elektrolyten gefunden. Schlussfolgerung: Bei Spitzensportlern sollte aufgrund der relativ häufigen Prävalenz entleerter Eisenspeicher und Eisenmangelanämien, die die sportliche Leistung beeinträchtigen könen, eine Anhebung der Eisenspeicher erfolgen. Es wird vor der Einnahme von Nahrungssupplementen und/oder Medikamenten, die die renale Funktion beeinflussen können, eine Untersuchung der renalen Funktion empfohlen. Um die Vorteile von Screenings für Spitzensportler zu bestimmen, sind weitere Studien erforderlich.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2002
Ausgabe:Torino 42(2002)2 S. 250-255, 4 Tab., 27 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel