Changes in plasma glutamine concentration during strenous training camps

(Veränderungen der Plasmaglutaminkonzentration während intensiver Trainingslager)

Übertrainingszustände sind oftmals mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden, da die funktionelle Leistungsfähigkeit des Immunsystems des menschlichen Körpers negatibv beeinflußt wird, wenn der allgemeine Stress einen bestimmten Punktüberschreitet. Es gibt die Auffassung, daß Plasma-Aminosäurenglutamin (GLN) ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Übertrainingszustand und dem erhöhten Infektionsrisiko darstellt. GLN wird im Kreislauf in aller erster Linie von der Muskulatur synthetisiert. Wenn diese aber in einem katabolen (Übertrainings-) -zustand ist, wird die Fähigkeit der Muskulatur, GLN zu synthetisieren negativ beeinflußt. GLN ist ein sehr wichtiges Substrat im Lymphozyten- und Macrophagenstoffwechsel. Diese zellen haben dann nur einen suboptimalen Zustand, wenn die Plasma-GLN-Konzentration unter dem normalen Wert liegt.Ein Abfall verschiedener Indizes der Herzschlagfrequenz (HRV) und der aeroben und der anaeroben (AET und ANT) Schwelle wie auch der maximalen Arbeitskapazität (MWC) werden ebenfalls als Indikator für einen Übertrainingszustand angesehen. Das Projekt untersuchte die Veränderungen der Parameter GLN, AET, ANT und MWC während intensiver Trainingslager von Spitzenskiläufern Finnland (sieben Skiläuferinnen, vier Biathleten, vier Biathletinnen, fünf nordisch Kombinierte der finnischen NM) beteiligten sich als Probanden. Während der Tests wurden Blutproben jeweils am ersten und am letzten Tag der Trainingslager genommen. Zur Bestimmung der Werte von AET, ANT und MWC wurde vor und zwischen den Trainingslagern ein Ergometertest (Gehen mit Stockeinsatz) durchgeführt. es wurde eine Unterteilung in Übertrainingszustand (OT, n=11) und Nicht-Übertrainingszustand (NOT, n=24) vorgenommen. Die Einteilung erfolgte auf der Grundlage der Entwicklungstendenz foltgedner Werte beim Vergleich vor und nach den Trainingslagern (positiv oder negativ): a) HRV-Indizes, b) Plasmaglutaminkonzentration, c) AET, ANT, MWC. Wenn 50 Prozent der Variablen (a, b und c) eine negative Tendenz aufwiesen, wurde auf einen Übertrainingszustand geschlossen. Die Ergebnisse wurden alf prozentuale veränderung zwischen dem Vor- und dem Nachtrainingslagerwert dargestellt. Die Veränderung zwischen der AT- und der NOT-Gruppe für den Wert der Plasmaglutaminkonzentration lag bei -26.1 +/- 6.5 (für OT) gegenüber 4.8 +/- 7.4 (für NOT). Die Werte für AET, ANT und MWC wiesen statistisch keine Unterschiede zwischen OT und NOT auf.
© Copyright 1998 Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports. Wiley. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1998
Ausgabe:Kopenhagen 8(1998)5, Teil II, S. 376
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel