Overtraining and glycogen depletion hypothesis
(Übertraining und Glycogendepletionshypothese)
Niedrige Muskelglycogenspiegel infolge extensiver Belastung über mehrere Tage verursachen Ermüdung und somit Leistungsabfälle. Niedrige Muskelglycogenspiegel können auch zur Oxidation von verzweigtkettigen Aminosäuren und zur zentralen Ermüdung führen. Somit stellt sich die Frage, ob niedriges Muskelglycogen nicht nur zu peripherer und zentraler Ermüdung führt, sondern auch zum Übertraining, und wenn es so ist, kann Übertraining durch Konsum entsprechender Mengen von Kohlenhydrat verhindert werden.
Untersuchungen an Schwimmern haben gezeigt, daß die, die keine Reaktion auf einen Anstieg ihrer Trainingsbelastung zeigten, niedrige Muskelglycogenspiegel hatten und ungenügend Energie und Kohlenhydrate aufnahmen.Radsportler jedoch, die ihre Trainingsbelastung für 2 Wochen und auch ihre Kohlenhydrataufnahme zur Aufrechterhaltung des Muskelglycogenspiegels erhöhten, entsprachen noch dem Kriterium des Overreaching (kurzzeitiges Übertraining). Somit müssen andere Kriterien als reduzierte Muskelglycogenspeicher für das Auftreten von Übertraining verantwortlich sein.
© Copyright 1998 Medicine & Science in Sports & Exercise. Lippincott Williams & Wilkins. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Medicine & Science in Sports & Exercise |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Ausgabe: | Indianapolis 30(1998)7, S. 1146 - 1150, 8 Abb., 18 Lit. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |