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Exercise at altitude

(Belastung in Höhe)

Überblicksartikel zu Wirkungen von Höhentraining auf die Leistungsfähigkeit, akuten Adapatationen und Stoffwechseladaptationen. Der letzte Teil befaßt sich mit Höhentrainingslagern. Das Niveau der Höhe beeinflußt scheinbar die Stimulationswirkung von Erythropoetin (EPO). Bei ca. 1900m ist der Anstieg von Serum-EPO nach 2-3 Tagen etwa 30% höher als im Flachland, bei 4500m ist der Anstieg über 300%. Serum-EPO fällt in Höhe ca. nach einer Woche, was in Verbindung mit einer erhöhten Oxygenation der Gewebe infolge 2,3-BPG steht. Der durchschnittliche Anstieg des Hämoglobins kommt 1% nahe und zwar in Höhen mindestens zwischen 1.800 und 3.000 m. Es wird eingeschätzt, daß optimale hämatologische Adaptationen an Höhe 80 Tage benötigen. Das kann beschleunigt werden durch periodische Aufenthalte in höheren Regionen (bis zu 3 km), jedoch dort ohne Training. Die beste Kombination scheint Leben auf 2.8 km und Trainieren unter 2 km zu sein. Nach Rückkehr ins Flachland braucht der Säure-Base-Status ein paar Tage für die Restabilisierung. Da die Hypoxie nicht länger die Erythropoese stimuliert fällt der Erythrozytenwert langsam ab und erreicht nach ca. 6 Wochen den Normalwert.Höhensimulatoren (Hypoxiehütten und Hypokammern) sind effektiv in der Veränderung der ventilatorischen Reaktion auf Belastung, können jedoch keine adaptativen Vorteile bewirken.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft
Veröffentlicht in:Sports Exercise and Injury
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Heft:3
Seiten:15-18
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel