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Effekt "silovogo mezocikla"

(Wirkung eines "Kraft-Mesozyklus")

Zu einigen Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der sportlichen Form in den Schnellkraft- und in den Ausdauerdiziplinen. Ziel der Untersuchungen war das Studium der Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der sportlichen Form nach der ersten Wettkampfperiode beim Einsatz nichttraditioneller Strukturen der Jahresplanung. Diese Struktur beinhaltet die Einschiebung eines vier- bis sechswöchigen Kraft-Mesozyklus (MEZ) in das Training vor der zweiten Wettkampfperiode. Innerhalb dieses MEZ werden ausschließlich Kraftübungen mit Hantel eingesetzt und alle Arten von speziellen Übungen, die die Wettkampfübung insgesamt oder teilweise wiederholen, sind ausgeschlossen. Im leichtathletischen Wurf-Stoß-Bereich beinhaltet dies z.B. alle Übungen auch mit erleichtertem, schwererem oder dem Wettkampf- Gerät mit unterschiedlichster Bewegungsausführung. Ähnlich verhält es sich in den anderen Disziplinen. Die Wirkung eines solchen Mesozyklus auf die darauffolgenden Leistungen wurde in einem Experiment mit 30 Werfern untersucht. Analog dazu erfolgten über 15 Jahre hinweg Befragungen von Vertretern der anderen leichtathletischen Disziplinen (n=150, sowohl Männer als auch Frauen). Ergebnisse: Die Ergebnisse des Experiments zeigen, daß alle Probanden in der zweiten Wettkampfperiode (WKP) erneut eine sportliche Höchstform erreichen konnten. 19 Sportler verbesserten sie, sieben erreichten einen Gleichstand und vier erreichten schlechtere Resultate als in der ersten WKP (-1,3 - 1,8%). Die Dauer des Zyklus zur Entwicklung der sportlichen Form verlängerte oder verkürzte sich bei keinem der Probanden. Auch die individuell spezifischen Reaktionen und Abläufe waren unverändert. Erneut ihre sportliche Form erreichten ebenso wie die am Experiment beteiligten Sportler auch alle Befragten: 92 erreichten Verbesserungen, 39 Athleten erreichten ihr vorheriges Niveau und 19 erreichten ein niedrigeres Leistungsniveau. (- 0,8 bis 2,1%). Die Dauer der Entwicklung der sportlichen Form war unterschiedlich, sie betrug bei Teilen der Athleten zwei (52 Sportler), drei (47), vier (28), fünf (17), sechs (5)oder sieben Monate (1). Nach Beendigung des Kraft-MEZ sank das sportliche Niveau bei den Vertretern der Schnellktraftdisziplinen um 6-12%. Bei den Ausdauersportlern verringerte es sich um -nach eigener Einschätzung- 10-20%. Die Daten über die individuellen Reaktionen der Sportler bezüglich der Abfolge der Phasen der Erreichung, Erhaltung und des Abbaus der sportlichen Form erscheinen ebenfalls interessant: bei 86 Athleten beginnt die Entwicklung der sportlichen Form nach dem Kraft-MEZ mit der Phase des Erlangens der sportlichen Form, der die Phase ihrer Erhaltung folgt. Bei einer zweiten Athletengruppe (n=37) erfolgt vor der Erlangungsphase eine Phase der Abgabe. Alle anderen Sportler wiesen folgenden Phasenverlauf auf: Erhaltung - Abgabe - Erlangung - Erhaltung. Schlußfolgerung: Die gewonnenen Fakten geben Einsicht in das Wesen des wiederholten Ausprägens der sportlichen Form nach der ersten WKP mittels eines vier- bis sechswöchigen Kraft-MEZ einzudringen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Ausdauersportarten Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Legkaja Atletika
Sprache:Russisch
Veröffentlicht: 1996
Ausgabe:Moskva (1996)5, S. 13
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel