Determinants and physiological limits of cardiac morphologic adaptation in elite athletes

(Bestimmende Faktoren und physiologische Grenzen der kardialen morphologischen Adaptation bei Elitesportlern)

Untersuchungen an über 1000 italienischen männlichen und weiblichen Leistungssportlern haben ergeben, dass a. die Sportart eine unabhängige Determinante der Herzgrößen ist und b. konstitutionelle Faktoren über 50 % der Variabilität in den Herzgrößen bei Sportlern erklären, wobei die Körperoberfläche mit dieser Variabilität am meisten assoziiert. Echokardiographische Untersuchungen von über 800 Sportlern zeigten, dass die durchschnittliche Vergrößerung des linken Ventrikels 10 % und der linken Ventrikeldicke 15 % im Vergleich mit Untrainierten nicht übersteigt. In einer Untergruppe von Sportlern (ca. 20 %), von denen die meisten Ruderer und Kanuten waren, überstieg die absolute linke Vetrikelwanddicke die normale Grenze von 12 mm und erreichte bis 16 mm, was wahrscheinlich die Obergrenze für die physiologische Wandverdickung ist. Diese Sportler hatten eine große Körperoberfläche und waren Männer. Sie trainierten schon sehr lange und waren bei WM und OS erfolgreich. Bei einem beträchtlichen Teil der Elitesportler (über 14 %) lag die linke Ventrikelgröße über den normalen Grenzen (>55 mm) und die transversale enddiastolische Größe stieg bis auf 70 mm, was die Obergrenze für die physiologische Vergrößerung darstellt. Diese Sportler hatten eine große Körperhöhe und waren Männer, die meisten betrieben aerobe Sportarten, vorrangig Radsport, Skilanglauf und Rudern.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Advances in sports cardiology
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Milano Springer 1997
Seiten:27-33
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel