May peripheral and central fatigue be correlated? Can we monitor them by means of clinical laboratory tools?
(Besteht eine Korrelation zwischen peripherer und zentraler Ermüdung? Können diese mittels klinischer Labormethoden beobachtet werden?)
Hintergrund:
Noch gibt es kein Labor-Modell der Verbindung regionaler und zentraler Ermüdung. Es ist heute möglich, die Oxypurine zu bewerten, die einen sensiblen und spezifischen Marker der Muskelzellenergie-Ermüdung während harter Belastung darstellen und damit einen Einblick in die Mechanismen der peripheren Ermüdung geben. Längere körperliche Belastung modifiziert die Levels der freien Amino- und Fettsäuren im Plasma und erhöht das Niveau des freien Tryptophan und möglichweise des Serotonins, welches eine Rolle im Prozeß der zentralen Ermüdung spielt.
Anliegen der Studie:
Versuch der Verifizierung einer eventuellen Korrelation zwischen zentraler und peripherer Ermüdung.
Experimentaldesign:
29 Marathonläufer wurden vor, unmittelbar nach sowie einen Tag und drei Tage nach dem Lauf untersucht.
Parameter:
Plasmaproben wurden bezüglich folgender Parameter untersucht: Aminosäuren, fTrp Serotonin, Xanthin, Hypoxanthin-Inosin und Kortisol. Urinproben wurden nach Seroptonin und Hydroxyindoleazetatsäure (5HIAA) untersucht.
Ergebnisse:
Nach dem Wettkampf wurde festgestellt: Absinken des Plasma-fTrp-Serotonin sowie Anstieg der Ratio fTrp/Summe neutraler Aminosäuren mit einer Normalisierung innerhalb von 24 Stunden.
Keine signifikanten Veränderungen traten bei den Serotonin- und 5HIAA-werten (Blut und Urin) auf.
Hypoxanthin und Inosin waren unmittelbar nach dem Rennen erhöht, hatten jedoch am Tag danach bereits wieder ihr Ausgangsniveau erreicht. Das Kortisol erhöhte sich ebenfalls in den Tests nach dem Rennen, verringerten sich aber innerhalb der folgenden 24 und 72 Stunden.
Schlußfolgerungen:
Es wurden in den Untersuchungen nur indirekte Zeichen für eine fTrp - Beteiligung an der Entstehung der zentralen Ermüdung gefunden. Oypurine scheinen gute Marker für regionale muskuläre Ermüdung zu sein. Plasmakortisol drückt die Streßreaktion des Organismus auf den Wettkampf und seine Ermüdung nach anhaltender körperlicher Belastung aus.
© Copyright 1997 The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness. Edizioni Minerva Medica. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1997
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| Ausgabe: | Torino 37(1997)3, S. 194-199, 2 Tab., 41 Lit. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |