Einfluss der Sohlenkonstruktion bei Seitwärtsbewegungen auf die Bewegungsqualität
Bewegungs- und Verletzungsstatistiken zeigen, daß bei Seitwärtsbewegungen im Sport am Sprungsgelenk sehr häufig Verletzungen auftreten. Verschiedene Arbeiten haben schon versucht diese Thematik zu beschreiben. In dieser Arbeit wird der Einfluß verschiedener Schuhsohlenkonstruktionen auf Achillessehnenwinkel und Kräfte untersucht, um ein mögliches Verletzungsrisiko vermindern zu können. Zwölf Versuchspersonen wurden auf einen standardisierten Bewegungsablauf hin getestet. Dabei wurden zwei Untersuchungen durchgeführt. Einserseits wurde mit Filmanalyse, andererseits mit Kraftmessplattendaten gearbeitet, um die Supinationsbewegung im Fußgelenk zu charakterisieren. Die zu untersuchenden Schuhe sind für Spielsportarten gedacht und sind daher Hallenschuhe. Die drei Testschuhe wurden extra von Adidas angefertigt und unuterscheiden sich von herkömmlichen Schuhen vor allem in der Konstruktion der Sohle im Fersenbereich. Die strukturierte Sohle wird nach unten breiter und bildet mittels Streben sowohl lateral als auch medial mit dem Boden einen Winkel von 60 Grad.Im ersten Teil konnte die erste Nullhypothese verworfen werden. In der Intra Untersuchung zeigten sowohl Schuh 1 als auch Schuh 2 bei allen VP eine Standardabweichung, die größer war als 50% der Inter Stnadardabweichung. Der Schuh 3 liegt mit 47 % nur knapp darunter, das heißt, die Arbeitshypothese kann bestätigt werden. Beim Versuch, die drei Schuhprototypen zu unterscheiden, zeigte nur Schuh 1 zu Schuh 3 einen deutlichen Unterschied. Ein Ergebnis, das sich im Hinblick auf die Arbeit von Frühlich/Dürst nun bestätigt hat. Alle anderen Vergleiche zeigten nicht bei allen oder gar keiner VP einen signifikanten Unterschied. Im zweiten Teil der Arbeit ist die Zuordnung der Kraft-Zeitkurven zu den Bewegungen im Film gelungen und hat einiges zum Bewegungsverständnis beigetragen. Bei der Auswertung der KMP-Kurven wurden zwei verschiedene Kurventypen eruiert. Die Gründe der Verschiedenheit konnten jedoch nicht gefunden werden. Dazu wären Ganzkörper-Filmaufnahmen mit einer höheren Bildfrequenz nötig. Weiter konnte eine Größenordnung von den wirkenden Kräften und deren Hebeln festgestellt werden. Zur genaueren Bestimmung fehlte jedoch der genaue Kraftangriffspunkt auf der KMP. - Autorreferat .
© Copyright 1995 Veröffentlicht von Eidgenössische Technische Hochschule. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Zürich
Eidgenössische Technische Hochschule
1995
|
| Dokumentenarten: | Diplomarbeit |
| Level: | hoch mittel |