Specifity of adaptations of elite athletes to the warm/humid conditions of Atlanta

(Spezifik der Anpassung von Leistungssportlern an die warmen/feuchten Bedingungen in Atlanta)

Ziel des Projektes war die Untersuchung der physiologischen und hämatologischen Indikatoren der körperlichen Fitness in einer Gruppe von zehn Leistungssportlern (Mittelstreckenläufer) während eines dreiwöchigen Trainingsaufenthaltes in Atlanta in der Olympiasaison 1996. Zwei Tage vor dem Trainingslager und im Anschluss an das TL absolvierten die Probanden einen Laufbandergometertest, um das Fitnessniveau und die Hitzeverträglichkeit zu testen. Der Test bestand aus einem einmaligen fünfzehnminütigen Intervalllauf bei 16 kph (Frauen) bzw. 18 kph (Männer). Er wurde unter Laborbedingungen bei 21 °C absolviert. Gemessen wurde die Herzschlagfrequenz (HR) und Blutlaktat (La). Der zweite Test wurde in einer Klimakammer bei einer Temperatur von 30 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 % durchgeführt und bestand aus zwei fünfzehnminütigen Intervalläufen bei 16 und 18 kph (Frauen) bzw. 18 und 20 kph (Männer). Zwischen den Intervallen lag eine dreiminütige Erholungspause, während der die Sportler ein normales Sportgetränk zu sich nahmen. Es wurden wieder die Herzschlagfrequenz und Blutwerte gemessen. Die Daten ergaben eine Adaptation bei den Probanden hinsichtlich mehrerer physiologischer und hämatologischer Parameter im Verlauf der Trainingsphase unter den warmen/feuchten Bedingungen Atlantas. Es kam zu einem Absinken der Werte von HR und La. Es kam nach dem TL zu einem geringeren Schweißverlust, was darauf schließen lässt, dass die Sportler ihre Körpertemperatur mit anderen Möglichkeiten als Schwitzen besser kontrollierten. Die niedrigeren HR-Werte könnten das Ergebnis eines Absinkens der erforderlichen Herzleistung nach der Akklimatisierung sein, wobei angenommen wird, dass eine Reduzierung des Blutflusses in der Haut mit dem geringeren Schwitzen einherging. Es wurde nach der Rückkehr von Atlanta nach Canberra bei den Probanden kein expandiertes Plasmavolumen festgestellt. Der für die Hitze spezifische La-Abfall ist entweder auf eine geringere La-Produktion zurückzuführen und/oder einen stärkeren Abtransport aus dem Kreislauf. Letzteres ist wahrscheinlicher. Die Akklimatisierung war auch durch einen Anstieg des RBC (rote Blutkörperchen)-Kreatins als Indikator des RBC-Alters gekennzeichnet. Das lässt darauf schließen, dass die klimatischen Bedingungen zu einem beschleunigten RBC-Umsatz stimulieren, was gleichzeitig zu einem Absinken des RBC-Alters führt.
© Copyright 1996 Australian conference of science and medicine in sport, Hotel Grand Chancellor, Hobart 17-20 October 1995. Veröffentlicht von Eigenverlag. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Australian conference of science and medicine in sport, Hotel Grand Chancellor, Hobart 17-20 October 1995
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Hobart Eigenverlag 1996
Seiten:350-351
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel