Ballspielen lernen. 25 Spiele plus Variationen - vom einfachen Dribbeln zum komplexen Spiel
Den Umgang mit dem Ball als Sportgerät zu erlernen und in der Folge schrittweise zu verbessern und neue Fertigkeiten zu beherrschen, gehört natürlich in Sportarten wie Fußball, Handball, Volleyball oder Basketball zu den Kernthemen des langfristigen Leistungsaufbaus und damit des Trainings. Aber auch im Training in anderen Sportarten wird gern ein Ballspiel genutzt, um, oftmals in spielerischer Form, Belastungsreize zu setzen, Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen, das Spektrum beherrschter koordinative Fertigkeiten zu erweitern oder die Motivation bei den Trainierenden für nachfolgende Belastungen zu verbessern. Wenn dies durch Übungsleiter, Sportlehrer oder Trainer gezielt geplant und vorbereitet wird, sollte eine Reihe von Dingen beachtet werden, um das Trainingsziel auch tatsächlich erreichen zu können. Dazu zählt vor allem, dass Ballspiele eigentlich nur dann richtig Spaß machen, wenn der Umgang mit dem Ball ausreichend beherrscht wird und wenn die mit den Ballspielen verbundene Belastung genau mit dem vorhergehenden oder nachfolgenden Trainingsprogramm und den damit verbundenen Belastungen abgestimmt ist. Man sollte sich auch darüber klar werden, wie hoch der Anteil an Fertigkeits- und Fähigkeitsausbildung in der jeweiligen Trainingseinheit sein soll und wie viel Leistung mit dem kaum zu vermeidenden Wettkampf- und Leistungsgedanken verbunden werden soll bzw. ob es eher darum geht, wettbewerbsfreie Ballübungen und -spiele auszuwählen.
Um all diesen Zielen einen Schritt näher zu kommen, bietet sich das von Jens Pfänder vorgelegte Praxisbuch sehr gut an.
Beginnend mit dem Thema Ballgewöhnung wie tippen und prellen, werfen und fangen (z. B. im Handball), dribbeln und schießen, annehmen und weiter- bzw. zuspielen (wie im Fußball), Ball führen und schlagen (in Racketsportarten), werden eingangs kurz Prinzipien wie "Hand vor Fuß vor Schlägermaterial" und "vom Bekannten zum Unbekannten" vorgestellt und diskutiert, werden niedrige bis hohe Anforderungsprofile und Zielgruppen vom Anfänger bis zum Könner kurz beschrieben, um dann auch gleich in die praktische Trainingsarbeit einzusteigen.
Dazu hat der Autor 25 Übungs- und Spielformen ausgewählt, die sowohl in den Ballsportarten als auch in "Nicht-Ballsportarten" eingesetzt werden können. Dabei geht es um all die wichtigen Dinge im Umgang mit dem Ball, wie zum Beispiel die Erarbeitung eines Ballgefühls, die Verbesserung der Ballkontrolle oder die Erlernung und Beherrschung der verschiedenen Techniken der Ballbeherrschung auch im Zusammenspiel mit weiteren Aufgaben innerhalb der Gesamtbewegung (wie zum Beispiel der Positionswechsel). Da Ballspiele auch von der Interaktion mit Mit- und Gegenspielern "leben", sind Fähigkeiten für die direkte Auseinandersetzung mit Gegenspielern (Zweikampfverhalten) zu erwerben und zu festigen oder die Unterschiede in der Offensiv- bzw. Defensivarbeit vorzustellen und im Training zu verbessern. Weitere Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Orientierungsfähigkeit (zum Beispiel mit der Entwicklung von Raumgefühl) oder die Rhythmisierungsfähigkeit, bilden ebenso wichtige Faktoren in der komplexen Ballspielleistung, weshalb sie natürlich auf dem Trainingsprogramm genauso wenig fehlen wie die gezielte Ausbildung und Nutzung von Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit im Rahmen des Ballsporttrainings.
Die Übungen und Spielformen sind so konzipiert, dass sie mit einer für Sportvereine und Schulen typischen Standardausrüstung auskommen und auch in Standardsportanlagen durchgeführt werden können.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Spielsportarten Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Münster
Philippka Sportverlag
2012
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| Ausgabe: | Münster: Philippka, 2012.- 63 S. |
| Schriftenreihe: | Philippka Training, 17 |
| Seiten: | 63 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |