Gesunde Muskeln - gesunder Körper. Wie Sie Ihre Muskeln und Gelenke erhalten, stärken und heilen.

Wenn in Sportarten wie dem American Football ein neues Konzept der integrierten Betreuung durch Ärzte und Physiotherapeuten entwickelt und dann auch eingesetzt wird, kann man darauf gespannt sein. In Teams aus den so populären Mannschaftssportarten, zu denen der Fußball, Eishockey und Basketball zweifelsohne auch gehören, und das nicht nur in Nordamerika, muss es um die optimale Behandlung gehen. Die Gesundheit der Spieler bzw. gesunde und damit sportlich leistungsfähige Sportler sind das Kapital der Teams, um die gewünschten sportlichen Ergebnisse zu erzielen. Aber gleichzeitig stellt die Gesundheit und Belastbarkeit auch für die Spieler selbst einen wesentlichen Teil ihres "Kapitals" dar, um die sportlichen Leistungen erbringen und damit ihren Beitrag zum sportlichen Ergebnis des ganzen Teams leisten zu können. Insofern sind auch sie selbst aufgefordert, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Angesichts der sportlichen Ausgeglichenheit der in den Ligen spielenden Mannschaften und der hohen Wettkampfdichte im Verlauf einer Saison sind in diesen Sportarten die sportlichen und körperlichen Anforderungen an die Sportler extrem hoch, sind die Spiele oftmals auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Das Konzept der "Muskelmedizin" ist primär präventiv angelegt. Den Sportlern wird ein Selbstbehandlungskonzept vorgestellt, dass natürlich in gleicher Weise unter Anleitung von Trainern, Ärzten oder Therapeuten genutzt werden kann. Dazu wurden Erkenntnisse und Erfahrungen aus der orthopädischen Chirurgie, der Sportchiropraktik, und hier insbesondere der manuellen Muskeltherapie, zusammengeführt, um Selbstbehandlungstechniken für die Muskulatur und für die Gelenke zu präsentieren. Passend dazu umfasst das Programm auch Dehn- und Kräftigungsübungen für ausgewählte Körperregionen, die insbesondere bei sportlichen Belastungen betroffen sind. Die Grundlage für ihr Konzept sehen die Entwickler in einer Betrachtung des Körpers als fein abgestimmtes System aus Knochen, Gelenken und Muskeln, das bei Verletzungen oder Schmerzen aus dem Gleichgewicht gerät. Über die genaue Analyse der Beziehungen zwischen diesen drei Elementen werden die Probleme im Muskel- und Skelettsystem diagnostiziert und es kann eine differenzierte Behandlung entwickelt werden. Um ihr Konzept verständlich machen, haben die Autoren in den beiden einleitenden Kapiteln aktuelles Fachwissen zur Biologie der Muskeln, Gelenke und Knochen und zu den Mechanismen, die insbesondere zu Verletzungen und Schäden führen können, in einer gut lesbaren und verständlichen Form zusammengefasst. Aber auch über den Sport hinaus gibt es natürlich Prozesse, wie den normalen Alterungsprozess des Menschen, die Ausgangspunkt von Funktionsstörungen sein können, worauf das Buch ebenso in kompakter Form eingeht. Im Anschluss daran werden typische Funktionsstörungen vorgestellt und kurz mögliche Ursachen diskutiert. Dabei gehen die Autoren auch auf psychische Faktoren wie Stress, Ernährungsgewohnheiten und die allgemeine körperliche Fitness ein, da auch hier Ursachen für funktionelle Störungen vorliegen können. Hier wird es dann auch schon sehr praktisch, da die Diskussionen mit ersten praktischen Übungs- und Verhaltensempfehlungen (aus den Bereichen des Kraft- und Ausdauertrainings) verbunden werden. In den folgenden Kapiteln geht es dann aber um die wirklich gezielte Muskelarbeit. Der erste Ansatz ist das Training bzw. die manuelle Behandlung der geschädigten oder eingeschränkt funktionierenden Muskeln, an die sich eine präventive Konditionierung anschließen soll. Hier sind Themen wie Dehnübungen und die Verbesserung der Elastizität des Stütz- und Bewegungsapparats von zentraler Bedeutung. Das Buch zielt darauf ab, den Lesern schrittweise ein Programm der Selbstbehandlung mit den Behandlungsschritten manuelle Behandlung, Dehnung und Kräftigung zu entwickeln, das in häuslicher Umgebung regelmäßig eingesetzt werden kann. Hier erfährt der Leser auch Interessantes und Wichtiges, um sich in den vielen Angeboten von Therapeuten besser orientieren zu können. Danach wird es richtig praktisch, da dann die Übungsempfehlungen für verschiedene Körperregionen und für ausgewählte funktionelle Störungen vorgestellt werden. Dazu werden auch "kleine Geschichten" aus der sportmedizinisch-therapeutischen Praxis erzählt, in denen typische Problemlagen (z. B. der Tennisellenbogen oder Rückenschmerzen nach operativen Eingriffen), transparent und nachvollziehbar beschrieben werden. Die adressierten Regionen sind - Hals und Nacken, - Schulter, - Ellbogen, Handgelenk und Hand, - unterer Rücken, - Hüfte, - Knie sowie - Sprunggelenk und Fuß. Die Übungen zielen darauf ab, dass sie nur mit dem eigenen Körpergewicht oder mit einfachen Sportgeräten wie einem Pezziball oder einem Theraband ausgeführt werden können. Sehr viel Wert wird auf die genaue Bewegungsausführung gelegt, da hier eines der entscheidenden Potenziale für den Behandlungserfolg gesehen wird. Aus den vorgestellten Übungen können sich die Trainierenden auch schrittweise längere und komplexere Trainingsprogramme zusammenstellen, um eine oder mehrere Körperregionen zu trainieren.
© Copyright 2011 Veröffentlicht von Goldmann. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin
Tagging:Sprunggelenk
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München Goldmann 2011
Ausgabe:München: Goldmann, 2011.- 415 S.
Seiten:415
Dokumentenarten:Buch
Level:niedrig