Fit in Training und Wettkampf. Erfolgreiches Leistungstraining für alle Ballsportler

Sportarten wie Basketball, Hockey, Volleyball, Fußball, Handball oder Eishockey, d. h. die großen Ballsportarten, verfügen alle über ein sehr komplexes sportliches Anforderungsprofil, das sich aus allgemeinen und spezifischen Leistungsfaktoren zusammensetzt. Eigentlich gibt es keine konditionelle oder koordinative Fähigkeit und Fertigkeit, die nicht ihren Platz in der jeweiligen Leistungsstruktur hat, auch wenn die relative Wichtung zwischen den Sportarten natürlich(e) Unterschiede aufweist. Diese Differenzen werden aber deutlich geringer, wenn man sich auf die Ebene der allgemeinen Leistungsvoraussetzungen begibt. Die Frage nach den allgemeinen koordinativen, Kraft- und Beweglichkeitsvoraussetzungen führt in den verschiedenen, oben genannten Sportarten zu ähnlichen, wenn nicht sogar gleichen Antworten. Wenn dies so ist, kann das allgemeine Training dieser Fähigkeiten auch aus dem Blickwinkel der Sportartengruppe der Spielsportarten erfolgen, können Übungen, die sich in der allgemeinen Beweglichkeitsschulung im Basketball als effektiv erwiesen haben, auch ihren Weg in das Handballtraining finden, können Kraft- und/oder Kraftausdauerübungen im Hockey wie auch im Fußball eingesetzt werden, hat das allgemeine Koordinationstraining seine Berechtigung im Volleyball genauso wie im Eishockey. Da das Training in allen Sportarten auf der Grundlage allgemeiner Trainingsprinzipien, wie der ansteigenden Belastung, der optimalen Gestaltung von Belastung und Erholung, der variierenden Belastung, der Individualisierung und Altersspezifik des Trainings erfolgt, sind auch hier gemeinsame Grundlagen zu finden, die von Werner Zink und Andreas Maginot auch entsprechend beschrieben werden. Als unmittelbare Erweiterung dieser Positionen findet der Leser auch grundsätzliche Positionen dazu, was unter Koordination, Krafttraining und den Erscheinungsformen von Kraft sowie Beweglichkeit zu verstehen ist, wie diese im Altersgang differenziert zu betrachten sind und welche Konsequenzen sich aus diesen Grundpositionen für die Gestaltung des allgemeinen Trainings und die Auswahl entsprechender Trainingsübungen ergeben. Die trainingspraktischen Kapitel liefern dann Übungsvorschläge, die innerhalb der Hauptaspekte nochmals differenziert wurden. So gibt es Übungen, deren Ziel die spezifische Verbesserung einzelner koordinativer Fähigkeiten (Gleichgewichtsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit) oder mehrere dieser Fähigkeiten in Kombination ist, es gibt Übungsvorschläge, die sich speziell mit der Sprungkraft oder der Schnellkraft befassen. Außerdem erfolgt eine Differenzierung nach Übungen ohne und mit Geräten (vor allem natürlich mit Bällen), als Einzel-, Partner- und Gruppenübungen. Den Abschluss bilden Trainingsideen sportartspezifischer Art (im Handball, Basketball, Fußball, inklusive eines Extrablocks für Torhüter, und Volleyball sowie für das Aufwärmprogramm (mit Dehnungs-, Kräftigungs- und Stabilisierungsübungen). Insgesamt bietet das Buch einen sehr gut lesbaren und umsetzbaren Praxisratgeber für das allgemeine Training in den Ballsportarten, was Übungsleiter und Trainer bei der Planung der allgemeinen athletischen Ausbildung gut nutzen können.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Wiebelsheim Limpert 2010
Ausgabe:Wiebelsheim: Limpert, 2010.- 101 S.
Seiten:101
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel