Aus nach Sportverletzungen? Moderne Diagnostik, Therapie und Präventionsmöglichkeiten
Wer selbst sportlich aktiv ist oder war, aber auch wer sich für den Sport "nur" interessiert und ihn verfolgt, kennt diesen Augenblick: Durch Zusammenprall mit dem sportlichen Konkurrenten, bei der Beschleunigung im Lauf oder beim plötzlichen Richtungswechsel zuckt der Sportler vor Schmerz zusammen. Die nächsten Sekunden sind begleitet von Hoffnungen und Befürchtungen: Wird der Sportler den Wettkampf oder das Training fortsetzen können, weil die Verletzung gerade noch verhindert werden konnte oder sie sich nach ein, zwei Minuten als nicht so schwerwiegend erweist, oder aber kommt es zum Trainings- bzw. Wettkampfabbruch. Tritt letzterer Fall ein, stehen die Sportlerinnen und Sportler oftmals vor einem langwierigen Prozess, der noch in der Halle, auf dem Feld oder der Matte beginnt und sich über Wochen, ja Monate erstrecken kann.
Die sachkundige und schnelle Diagnostik unmittelbar nach dem traumatischen Ereignis nimmt innerhalb dieses Verlaufs eine zentrale Rolle ein, entscheidet sich doch bereits hier, welche Sofortmaßnahmen eingeleitet werden (wie zum Beispiel Hochlagerung der betroffenen Regionen oder Kryotherapie). Hier sind Sportärzte und Physiotherapeuten die ersten Ansprechpartner, in unteren Leistungsklassen sind es aber auch Trainer, Übungsleiter oder Eltern, die unerwartet mit einer Verletzung konfrontiert werden und mit dieser sachkundig umgehen sollten.
Dies trifft insbesondere auf typische Akutverletzungen sowie auf chronische Überlastungsschäden in der Folge sportlichen Trainings zu. Mit dem vorliegenden Buch kann ein Beitrag dazu geleistet werden, dass die oben genannten Gruppen von Personen so schnell als möglich erkennen, welcher Art und welchen Schweregrades eine Sportverletzung bzw. ein Schaden ist, um umgehend korrekt reagieren zu können. Dazu werden für die Körperregionen, die am häufigsten von Verletzungen betroffen sind, die typischsten Verletzungen vorgestellt. Dies betrifft
- Kopfverletzungen,
- Ellenbogenverletzungen,
- die Handgelenks- und Kahnbeinfraktur,
- den sog. Skidaumen,
- Knieband- und Meniskusverletzungen,
- Patellasehnenverletzungen,
- Achillessehnenverletzungen,
- die plantare Fasziitis,
- Sprungsgelenksverletzungen und
- Wirbelsäulenverletzungen.
Eine korrekte Diagnostik beginnt aber bereits damit, dass die typischen Verletzungsumstände bekannt sind: In welchen Sportarten können welche typischen Bewegungen oder Handlungen zu bestimmten Verletzungen führen. Aus dem Erleben des Verletzungsgeschehens kann bereits eine erste Eingrenzung auf mögliche Verletzungen vorgenommen werden, was wiederum die Diagnostik beschleunigen kann. Wenn dann auch die klinischen Symptome bekannt sind und einer Verletzung zugeordnet werden können, ist bereits der nächste Schritt getan. Auch hier liefert Karsten Knobloch eine sehr gute Zusammenstellung, jeweils bezogen auf die einzelne Verletzung. Die sich anschließenden Empfehlungen, ob eine ärztliche Vorstellung angezeigt ist oder auch erst einmal abgewartet werden kann, führt unmittelbar zur Präsentation der Behandlungsmethoden - konservativ oder operativ. Daran schließen sich Erklärungen zu typischen Rehabilitationsverläufen im Anschluss an die akute Verletzungsphase an. Diese sind sowohl für die Beantwortung der Frage wichtig, ob eine bestimmte Verletzung das Ende der sportlichen Laufbahn bedeutet oder nicht und welche zeitlichen Abläufe innerhalb einer Rehabilitation zur Rückkehr in den Trainings- und Wettkampfbetrieb bekannt sind. Der sich anschließende Abschnitt zu Präventionsmaßnahmen steht zwar am Ende der Diskussion einer bestimmten Verletzung, gehört gedanklich aber natürlich mit an den Anfang, um zu vermeiden, dass man erst in eine solch missliche Situation kommt.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Tagging: | Sprunggelenk |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Balingen
Spitta
2009
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| Ausgabe: | Balingen: Spitta, 2009. - 213 S. |
| Seiten: | 213 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |